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Streaming

Netflix muss sich warm anziehen, denn Disney besitzt ab sofort einen zweiten Streaming-Dienst

Wie wird das wohl enden?

Peejay Eisenheim

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am

Disney Hulu Aktienmehrheit

Disney wird schon sehr bald in den umkämpften Streaming-Markt einsteigen und dürfte mit seinem riesigen Film- und Serienportfolio rasch zu einer ernsthaften Konkurrenz für Netflix werden. Hauptbestandteil der Streaming-Offensive des Mauskonzerns ist der hauseigene Dienst Disney+, welcher in den USA Ende Jahr gestartet wird.

Als wären dies für Netflix nicht schon genug Grund zur Sorge, gab Disney nun bekannt, dass sie per sofort die operative Kontrolle über den Streaming-Dienst Hulu übernehmen werden. Hulu mag bei uns noch eher unbekannt sein, doch in den USA ist es mit rund 28 Millionen Abonnenten der drittgrösste Dienst hinter Netflix und Amazon.

Hulu Streaming-Dienst
Bild: Hulu

Bereits mit dem Kauf von 20th Century Fox hatte Disney eine Aktienmehrheit an Hulu erlangt, daher kommt es nicht überraschend, dass nun dieser Schritt erfolgt. Die verbleibenden Aktienanteile, die aktuell von Comcast gehalten werden, kann Disney aber frühestens 2024 erwerben. Angst haben, dass Comcast diese an jemand anderes verkauft, muss Disney nicht, denn Comcast muss seine Aktien zuerst dem Mauskonzern anbieten.

Konkret heisst das, dass Disney ab sofort das Sagen bei Hulu hat, was natürlich keine gute Nachrichten für Netflix ist. Damit hat der Medienkonzern nun auch eine Heimat für Inhalte gefunden, die nicht für ein junges Publikum geeignet sind. Vor allem durch die Übernahme von Fox ist Disney an viele Inhalte gekommen, die nicht zum familienfreundlichen Image passen. Filme wie Alien, Predator oder Planet der Affen dürften nun also bei Hulu eine neue Heimat finden.

Die Frage, die sich nun stellt, ist natürlich, was das für die User bedeutet. Gut möglich, dass Disney ein Streaming-Paket anbietet, bei dem man mit einem Abo Zugriff auf Disney+ und Hulu hat. Wie das dann preislich aussieht, ist eine andere Frage, doch hat der Konzern mit Disney+ bereits klar gemacht, dass man Netflix fast um die Hälfte unterbieten wird.

Mehr zu diesem Thema: Werden die Simpsons-Abgesetzt? Das Gerücht im Fakten-Check.

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Filme

Im Hohen Gras von Stephen King kommt zu Netflix

Die nächste Romanverfilmung von Stephen King ist in greifbarer Nähe

Joël Weber

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Bild: Copperheart Entertainment

Autor Stephen King ist mit seinen Romanen momentan allgegenwärtig. Zudem läuft gerade die Verfilmung seines Buches ES Kapitel 2 äusserst erfolgreich im Kino. Jetzt ist ein Trailer zu seiner neuen Buchverfilmung Im Hohen Gras erschienen.

Der Roman Im Hohen Gras erzählt die Geschichte der Geschwister Cal und Becky. Die beiden sind mit dem Auto in einer ländlichen Gegend unterwegs, als sie plötzlich die Hilferufe eines Jungen hören. Anscheinend haben sich das Kind und dessen Mutter in einem hohen Grasfeld nahe einer verlassenen Kirche verirrt. Cal und Becky machen sich auf ins Feld, bemerken aber schnell, dass mit eben jenem etwas nicht stimmt. Das Geschwisterpaar verliert sich nach Sekunden bereits aus den Augen. Ausserdem hören sich ihre Stimmen gegenseitig jeweils manchmal nah, manchmal fern an. So verirren sie sich immer tiefer im hohen Gras, wo nicht nur weitere Personen, sondern auch der Horror schon auf sie wartet.

Ob sich die Verfilmung stark an der Romanvorlage orientiert, oder aber eigene Interpretationen hinzufügt, ist noch unklar. Der Horrorroman wurde von Stephen King, zusammen mit seinem Sohn unter dessen Pseudonym Joe Hill, geschrieben.

Die Verfilmung zu Im Hohen Gras erwartet uns am 4. Oktober 2019 bei Netflix.

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Filme

El Camino: A Breaking Bad Movie ist in greifbarer Nähe

Der erste Trailer zu El Camino: A Breaking Bad Movie ist da

Joël Weber

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Bild: AMC Pictures

In einem Monat erwartet uns bei Netflix der Film El Camino: A Breaking Bad Movie. Was verrät uns der erste Trailer jetzt schon und worum könnte es gehen?

Spoilerwarnung: Der Artikel enthält Spoiler zur Serie Breaking Bad

Zugegeben, der erste Trailer zum Film El Camino ist mit knapp 60 Sekunden Länge nicht besonders aussagekräftig. Zu sehen ist Skinny Pete, der in einem Verhörraum mehreren Polizisten gegenübersitzt. Diese scheinen sich für Jesse Pinkman zu interessieren, der nach den Geschehnissen der letzten Staffel von Breaking Bad verschwunden ist. Jesse war über mehrere Monate gefangen gehalten und zum Kochen von Methamphetamin gezwungen worden, bevor ihm dann die Flucht gelang.

Der kurze Trailer legt nahe, dass Jesse womöglich der Hauptprotagonist von El Camino sein wird. Ob es nur darum gehen wird, ihn auf seiner Flucht vor dem Gesetz zu begleiten oder aber sein neues Leben zu beleuchten, bleibt abzuwarten. Der erneute Auftritt seines Freundes Skinny Pete könnte auch diesen stärker ins Licht rücken. Pete gibt zwar an, nichts über Jesses Aufenthaltsort zu wissen, dies könnte aber auch gelogen sein. Kochen die beiden wieder zusammen?

Auch ist fraglich, ob Walter White, gespielt von Bryan Cranston, Auftritte in El Camino bekommen wird. Da White in der letzten Folge von Breaking Bad vermeintlich gestorben ist, würden hier wohl Erinnerungen an ihn am besten funktionieren. Doch schon bei Breaking Bad gab es damals einige unerwartete Wendungen und so ist es theoretisch auch möglich, dass Walter White noch lebt.

El Camino: A Breaking Bad Movie erwartet uns ab dem 11.10.19 bei Netflix.

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Streaming

Netflix, Du machst mich fertig! Aber bitte verlass mich nicht!

Ich gebe es zu, ich bin süchtig.

Peejay Eisenheim

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Walking Dead Spielzeugfiguren

Ich gebe es zu, ich bin süchtig. Süchtig nach Serien. Süchtig nach Bildschirm-Nervenkitzel. Süchtig nach spannenden Geschichten, die mich nicht schlafen lassen.

Seit ich eine Fernbedienung in den Händen halten kann, konsumiere ich Serien, bis die Augen glühen. In meiner Mediathek stapeln sich die Serien. Ein Augenschmaus zum anfassen, jedenfalls für mich. Doch seit ich ein Opfer von Netflix wurde, ist alles anders geworden. Intensiver. Noch intensiver.

Immer wieder nehme ich plötzlich diese Momente wahr, wo ich gebannt vor dem Fernseher sitze oder liege und eine Schrecksekunde erlebe, wenn ich auf die Uhr schaue. Was? Schon wieder so spät? Ich wollte doch nur zwei Folgen konsumieren. Doch stattdessen läuft schon etwa die siebte Episode und ich realisiere erst jetzt, dass ich hundemüde bin und meine Augen leicht schmerzen.

Alter Fernseher

Es ist wiedermal passiert, ich habe Zeit und Raum völlig vergessen, wurde eins mit einer Serie nach Wahl. Ich ging mit den Protagonisten durch die Hölle und lies jede Gefühlsregung verstärkt in meinem Körper multiplizieren. Ich schaute nicht nur zu, ich lebte das Gezeigte. Ich wurde eins, während ich mich vom Hier und Jetzt völlig losgelöst hatte.

Das Perfide an Netflix ist nicht nur diese grosse Auswahl an Serien, Filmen und Dokus, sondern auch diese sehr, sehr kurzen Pausen zwischen den einzelnen Episoden. Eine Pause machen ist nur möglich, wer aktiv den Pausenknopf drückt. Und natürlich ist die Fernbedienung irgendwo gut versteckt oder ausser Reichweite. Hat die eigentlich ein Eigenleben und geht auf Wanderschaft, während ich intensiv den Bildschirm anstarre?

Ja, eine Pause machen, das wäre sinnvoll. Aber wer will das schon? Wer kann das schon, wenn diese fiesen Cliffhanger einem gar keinen Moment der Ruhe lassen, sondern einem kurz danach gleich ohne grossen Abspann die nächste Folge ins Gesicht werfen?

Netflix einschalten und konsumieren ist zweifellos auch ein Lernprozess. Man geht an seine Grenzen. Wie viel kann ich ertragen, wann muss aus körperlichen oder psychischen Gründen abgebrochen werden? Wie viel kann ich in das Hirn reindrücken ohne wie ein gefühlsloser Zombie vor dem Bildschirm nur noch herumzustöhnen? Und wie viele Serien kann ich parallel konsumieren, ohne dass ich komplett wahnsinnig werde?

Alter Fernseher CloseUp

Gesund kann dieses Hardcore-Bingewatching wirklich nicht sein. Wenn ich unter der Woche bis spät in die Nacht nicht von einer Serie loskomme, dann meldet sich mein Körper. Am Morgen bin ich platt und auch zig Energiedrinks können an diesem Zustand nicht viel ändern. Zudem will das Gesehene immer noch verarbeitet werden. Die Psyche muss das einordnen, irgendwo abspeichern und verdauen.

Aber das Positive überwiegt. Denn intensives Bingewatching sorgt für regelmässige Adrenalinschübe. Ausser man konsumiert eine schwache Serie oder eine langweilige Staffel, was durchaus auch öfters passiert. Das ist halt das Risiko, wenn man der Software glaubt und die vorgeschlagenen Inhalte ohne zu recherchieren einfach so zulässt. Ein weiterer Beweis dafür, wie sehr uns Netflix in der Zange hat und uns noch bequemer macht.

Ja, dieser elende Unterhaltungsmoloch macht mich regelmässig fertig. Fix und fertig. Aber ich bereue es kaum bis nie, dass ich diesen Teufelspakt eingegangen bin.

Einmal Serienjunkie, immer Serienjunkie.

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