In Zürich herrschte wieder Hollywood-Stimmung. Während 11 Tagen zeigte das 22. Zurich Film Festival wieder neue Filmperlen aus aller Welt, die eine oder andere Produktion hat gute Chancen, bei der Award Season zu punkten. Filmfans konnten sich zudem auch auf ein enormes Staraufgebot freuen. Olivia Colman, Juliane Moore, Naomi Watts, Alexander Skarsgård, Andy Garcia, Tom Hiddleston oder Willem Dafoe waren angekündigt – und sind alle auf dem Green Carpet erschienen. Das Festival war mit 135 000 Zuschauern sehr gut besucht und bot den zahlreichen Filmfans einige Highlights. Diese zeigen wir in diesem Artikel auf. Zu den manchen Filmen haben wir auch Interviews geführt, die wir dann passend zum Kinostart präsentieren werden.

Diese Stars besuchten das 22. Zurich Film Festival
Auch 2026 lockte das ZFF zahlreiche bekannte Namen aus Hollywood und dem internationalen Autorenkino nach Zürich. Zu den Ehrengästen gehörten unter anderem Julianne Moore, Naomi Watts, John Turturro, Willem Dafoe, Tom Hiddleston und Alexander Skarsgård. Insgesamt wurden rund 500 Filmschaffende erwartet, die ihre neuesten Werke persönlich vorstellten.
Julianne Moore erhielt den Golden Icon Award für ihre beeindruckende Karriere und präsentierte gemeinsam mit Regisseur Jesse Eisenberg den Film The Debut. Tom Hiddleston, der Tenzing vorstellte, wurde mit dem Golden Eye Award geehrt, während Naomi Watts die Auszeichnung für ihre Filmkarriere sowie ihre Leistung in The Housewife erhielt. Auch der Schweizer Schauspielerin Luna Wedler wurde ein Golden Eye verliehen. John Turturro (The Only Living Pickpoket in New York) und die französische Schauspielerin Leïla Bekhti (Violette) gehörten ebenfalls zu den Preisträgern.
Weitere Höhepunkte waren der Besuch von Regisseur Richard Linklater, der mit dem Career Achievement Award ausgezeichnet wurde, sowie die Ehrung des irischen Filmemachers Martin McDonagh mit dem «A Tribute To … Award». Komponist Gabriel Yared erhielt ebenfalls einen Career Achievement Award.
Diese Filme solltet ihr im Auge behalten
Insgesamt zeigte das 22. Zurich Film Festival 136 Filme. Darunter 23 Weltpremieren und 16 Europapremieren. Wie jedes Jahr standen im Wettbewerb ausschliesslich Erst-, Zweit- oder Drittarbeiten junger Regisseurinnen und Regisseure im Fokus. Die Besucherzahlen lagen bei rund 135 000 Menschen, etwas unter dem Niveau des Rekordjahres 2024 (140 000 Zuschauer), aber deutlich über dem Durchschnitt vergangener Jahre.
Neben den prominenten Gästen bot das Programm zahlreiche Filme, die in den kommenden Monaten in der Award Season für Gesprächsstoff sorgen dürften. Zu den Gala-Premieren gehörten I Play Rocky, der die Entstehung des Kultfilms Rocky beleuchtet, sowie Bunker von Florian Zeller mit Javier Bardem und Penélope Cruz. Auch The Debut von Jesse Eisenberg sowie Wild Horse Nine von Martin McDonagh gehörten zu den vielversprechenden Titeln. Für Furore könnte zudem Wicker mit Olivia Colman und Alexander Skarsgård sorgen. Joe Locke stellte sein Spielfilmdebüt, den Mystery-Thriller Black Church Bay, vor. Lieblingsmenschen mit Katharina Thalbach sorgt für grosse Emotionen beim Kinopublikum – und für die eine oder andere Träne.
Im Schweizer Filmschaffen gab es ebenfalls einiges zu entdecken. Der Thriller Sevda führt in die Immobilienwelt Istanbuls, während der Dokumentarfilm Schreckschraube eine ungewöhnliche Familiengeschichte erzählt. 111 – Echoes from Halifax beleuchtet die grösste Katastrophe der Schweizer Luftfahrt von einer anderen aber eindrücklichen Seite. Mit 21 Schweizer Produktionen erreichte das Festival einen neuen Höchststand.
Neue Perspektiven «#artificialintelligence
Das ZFF setzte 2026 nicht nur auf grosse Namen, sondern auch auf gesellschaftlich relevante Themen. In der Sektion #artificialintelligence stand beispielsweise die künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Der Dokumentarfilm Musk von Oscarpreisträger Alex Gibney beschäftigt sich mit Elon Musk und dessen Einfluss auf unseren Alltag. Techplomacy beleuchtet die Bemühungen einer dänischen Tech-Botschafterin, im Silicon Valley demokratische Werte zu vertreten. Damit zeigte das Festival, wie eng Kino mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen verbunden ist.
Diese Filme haben am 22. Zurich Film Festival abgeräumt
Im Zentrum standen wie jedes Jahr die beiden Wettbewerbe (Spielfilm und Dokumentarfilm), in denen Erstlingswerke sowie zweite und dritte Regiearbeiten um das Goldene Auge konkurrierten. Beide Auszeichnungen sind mit je 25’000 Franken dotiert. Die Award Night am 3. Oktober bildete den krönenden Abschluss des 22. Zurich Film Festival 2026. Folgende Produktionen wurden dabei ausgezeichnet:
Spielfilm-Wettbewerb
Flesh and Fuel von Pierre le Gall
Besondere Erwähnungen
The Guest von Mads Mengel
A Girl Unknow von Zou Jing
Dua von Blerta Basholli
Dokumentarfilm-Wettbewerb
Bucks Harbor von Pete Muller
Besondere Erwähnungen
One in a Million von Itab Azzam und Jack Macinnes
My Home of Wind and Sand von Patrick Wally
ZFF Critics Jury Award
Ebjä! Adolf Wölfli von Heinz Bütler
Science Award
We Are Stardust von Elisabeth Rasmussen
Publikumspreis (Audience Award)
Mila/Marija von Andrina Mračnikar
ZFF für Kinder Jurypreis & Publikumspreis
Das Geheimnis der gestohlenen Maske von Nancy Mac Granaky-Quaye
Filmpreis der Zürcher Kirchen
Colors of White Rock von Khoroldorj Choijoovanchig
Beste internationale Filmmusik
Semin Son
Die Ehrengäste des 22. Zurich Film Festival 2026
Golden Eye Awards
Luna Wedler
Tom Hiddleston
Naomi Watts
John Turturro
Leïla Bekhti
Golden Icon Award
Juliane Moore
A Tribute To…Award
Martin McDonagh
Career Achievement Awards
Richard Linklater
DCM (Filmverleiher)
Gabriel Yared (Filmkomponist)


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