Harold Perrineau aus From

From: Alle Infos zur gruseligen Horror-Mystery-Serie mit Harold Perrineau

Am 20. April startet die 4. Staffel der Horror-Mystery-Serie From. Die 2022 gestartete Serie ist in den USA beliebt bei Kritikern sowie Publikum und hat sich im deutschsprachigen Raum zur Empfehlung für Horrorfans gemausert. Bei der Serie sind auch Filmemacher dabei, die bereits bei der Mystery-Serie Lost mitgearbeitet hatten. Gewisse Ähnlichkeiten sind bei From daher vorhanden. Worum geht’s und was ist bis jetzt passiert? Das findet ihr hier heraus.

Spoilerhinweis: Um euch den Spass nicht zu verderben, gehen wir in unserer Zusammenfassung von Staffel 1-3 nur grob auf die Handlungsstränge ein. Wer während der Folgen zu Tode kommt oder relevante Plotpoints sind nicht im folgendem Artikel vorzufinden.

Wovon handelt die Serie?

Am ehesten lässt sich From als eine Mischung aus Lost und Under the Dome beschreiben. Unter anderem auch, da Macher der bekannten Inselserie involviert sind. Jack Bender hat bei 22 Folgen von From Regie geführt und inszenierte 115 von Lost. Harold Perrineau war als überfürsorglicher Vater des Jungen Walt in der Inselserie zu sehen und Jeff Pinkner war als Executive Producer bei beiden Serien im Team. Die Geschichte mit den Grusel- und die Suspense-Elementen könnten vom Feeling her vom Horrormeister Stephen King stammen, er ist aber nicht involviert.

Im Mittelpunkt steht eine abgelegene und namenlose Kleinstadt, aus der es kein Entkommen gibt. Jeder, der sie betritt, kann sie nicht mehr verlassen. Reisende von überall auf der Welt gelangen zufällig dorthin. Sobald ein umgestürzter Baum auf der Strasse und in der Luft kreisende Krähen zu sehen sind, ist das Schicksal besiegelt. Nachts erscheinen menschenähnliche Kreaturen, die Bewohner grausam töten, wenn sie nicht durch spezielle Schutzsymbole (Talismane) gesichert sind. Besonders perfide ist, dass die Monster die Gestalt von Familienmitglieder annehmen können und mit psychologischen Tricks versuchen, in die Häuser zu gelangen.

Eion Bailey Simon Webster Catalina Sandino Moreno und Hannah Cheramy in From
Noch ahnt die Familie Matthews nicht, was ihnen blüht. | Bild: MGM+ / Paramount+ / Epix Studios (Chris Reardon)

Bisher bei From

Staffel 1

Im Mittelpunkt steht eine abgelegene und namenlose Kleinstadt, aus der es kein Entkommen gibt. Jeder, der sie betritt, kann sie nicht mehr verlassen. Reisende von überall auf der Welt gelangen zufällig dorthin. So auch die vierköpfige Familie Matthews, bestehend aus Vater Jim (Eion Bailey), Mutter Tabitha (Catalina Sandino Moreno), Tochter Julie (Hannah Cheramy) und Sohn Ethan (Simon Webster). Schnell müssen sie begreifen, dass etwas grundlegend nicht stimmt. Nachts erscheinen menschenähnliche Kreaturen, die Bewohner grausam töten, wenn sie nicht durch spezielle Schutzsymbole (Talismane) gesichert sind.

Sheriff Boyd Stevens (Harold Perrineau) versucht, die Ordnung aufrechtzuerhalten. Hilfe bekommt er von Donna (Elizabeth Saunders), welche die Aufsicht über die Bewohner des sogenannten Koloniehauses hat. Parallel entdecken einige Bewohner Hinweise darauf, dass die Stadt mehr ist als nur ein Ort – sie scheint eine Art Falle oder Experiment zu sein. Visionen, mysteriöse Stimmen und rätselhafte Zeichen häufen sich. Der etwa 50 Jahre alte Victor (Scott McCord) ist seit seiner Kindheit gefangen, schwer traumatisiert und versucht, Hinweise für die Flucht zu finden. Hilfe bekommt er durch Jade (David Alpay), der gleichzeitig mit den Matthews in die Stadt gelangt ist und ein Technikgenie ist.

Am Ende der Staffel wird klar: Es gibt möglicherweise Wege, die Wahrheit hinter der Stadt zu entschlüsseln, doch sie sind gefährlich und unverständlich.

Monster laufen herum
Als Menschen verkleidet, laufen die Monster nachts herum. | Bild: © 2023 MGM+ / Paramount+ / Epix Studios

Staffel 2

Die Situation eskaliert. Neue Bewohner kommen in einem gefüllten Reisecar an, während Ressourcen knapp werden und Spannungen innerhalb der Gruppe wachsen. Boyd begibt sich auf eine gefährliche Reise ausserhalb der bekannten Grenzen und entdeckt erschreckende Hinweise. Darunter parasitäre Kreaturen und Hinweise auf frühere «Zyklen» von Gefangenen.

Gleichzeitig erleben mehrere Figuren intensive Visionen, die Vergangenheit und Gegenwart vermischen. Es wird angedeutet, dass die Stadt ein eigenes «Bewusstsein» haben könnte oder von einer unbekannten Macht kontrolliert wird. Geheimnisse um die Talismane, unterirdische Tunnel und seltsame Kindererscheinungen verdichten sich.

Die Staffel vertieft das Mysterium: Zeit scheint nicht linear zu verlaufen, und verschiedene Charaktere entdecken Fragmente einer grösseren Wahrheit, ohne sie vollständig zu verstehen. Vertrauen bröckelt, und die Grenze zwischen Realität und Halluzination wird immer unschärfer.

Harold Perrineau als Boyd Stevens und Elizabeth Saunders als Donna aus From
Sheriff Boyd und Donna versuchen, die Ordnung aufrecht zu erhalten. | Bild: © 2023 MGM+ / Paramount+ / Epix Studios (Chris Reardon)

Staffel 3

Die dritte Staffel baut die Mythologie deutlich aus. Die Figuren beginnen, aktiv nach einem Ausweg zu suchen, statt nur zu überleben. Dabei stossen sie auf neue Orte, Hinweise und mögliche Verbindungen zu anderen «Versionen» der Realität. Boyd und andere Schlüsselcharaktere wie Jim, Victor und Jade versuchen, Muster zu erkennen: Wer oder was kontrolliert die Stadt? Warum werden bestimmte Menschen ausgewählt? Welche Rolle spielen die wiederkehrenden Symbole und Kinder? Einige Bewohner wie der in Staffel 2 dazugekommenen Elgin (Nathan D. Simmons) entwickeln auf ihre eigene Art und Weise Theorien über Parallelwelten, Experimente oder eine Art metaphysisches Gefängnis. 

Emotionale Konflikte treten stärker in den Vordergrund. Während einige an einen Ausbruch glauben, verlieren andere zunehmend den Verstand oder die Hoffnung. So gelingt es einem der Hauptcharaktere, aus der Stadt auszubrechen. Nachdem es zu einem Autounfall gekommen ist, gerät der Krankenwagen unverhofft in die mysteriöse Kleinstadt. Am Ende der dritten Staffel bleibt vieles offen, aber zentrale Fragen rücken näher an eine mögliche Antwort: Die Stadt scheint kein Zufall zu sein, sondern Teil eines grösseren, gezielt gesteuerten Systems. Doch wer dahintersteckt und wie man entkommt, bleibt weiterhin eines der grössten Rätsel. Die Staffel endet mit dem Auftauchen eines seltsamen Mannes in einem gelben Anzug. Wer das wohl ist?

David Alpay als Jade in From Staffel 2
Findet das Technikgenie Jade Lösungen? | Bild: © 2023 MGM+ / Paramount+ / Epix Studios (Chris Reardon)

Mein Fazit zu From

Die ersten drei Staffeln von From kombinieren Horror, Mystery und psychologisches Drama. Die Folgen sind bis zu 45 Minuten lang und kurzweilig gehalten. Meistens enden sie mit Cliffhangern. Für ausreichend Horrormomente mit Jumpscares ist gesorgt, Horrorfans kommen auf ihre Kosten. Besonders gruselig und verstörend sind die Gesichter der gruseligen Kreaturen, die an die Fenster und Türen klopfen. Ihr Grinsen erinnert stark an die Fratzen, die im den Smile-Filmen zu sehen sind. Auch der von den Pixies beigesteurte Titelsong, eine abgewandelte Version des Hits Que Sera Sera, sorgt für Gänsehautmomente.

Ebenfalls spannend ist zu sehen, wie die unterschiedlichen Figuren sich mit dieser Situation auseinandersetzen. Während die einen die Hoffnung auf Freiheit aufgeben, versuchen die anderen, das Rätsel zu lösen und nach Antworten zu suchen. Auch entwickeln sich, ähnlich wie bei Lost, unterschiedliche Gruppendynamiken bei den Neuankömmlingen, welche die alteingesessenen Bewohner in Bedrängnis bringen. 

Jamie McGuire als Monster Smiley in From
Das Monster «Smiley» sorgt für Angst und Schrecken. | Bild: © 2023 MGM+ / Paramount+ / Epix Studios

Als Zuschauer kommt man automatisch ins Miträtseln. Was ist mit diesem Städtchen los? Warum sind ausgerechnet diese Charaktere dort gefangen? Zieht etwa jemand im Hintergrund die Fäden? Fragen über Fragen, doch wo bleiben die Antworten? Ähnlich wie in Lost liefern die Macher bis zum Ende der 3. Staffel von From keine Antworten, sondern spinnen die Welt einfach weiter. Neue Elemente und Absurditäten tauchen auf, mit denen sich die «Gefangenen» herumschlagen müssen.

Das macht es aber auch spannend. Ist es am Ende etwa ein riesiges Experiment? Uns bleibt nichts anderes übrig als die 4. Staffel abzuwarten. Vielleicht erfahren wir da mehr. Es bleibt zu hoffen, dass die Serienschöpfer nicht denselben Fehler wie beim Ende von Lost begehen und viele Handlungsstränge und Geheimnisse nicht zu Ende bringen. Das Ende der Inselserie wird von vielen Fans als katastrophal bezeichnet. Bis jetzt wurde nicht verkündet, wann From beendet wird. Daher ist es gut möglich, dass das Kreativteam sich noch austoben möchte.

Staffel 4 von From startet am 20. April 2026 auf Paramount+!