Leonardo DiCaprio aus One Battle After Another Oscars 2026

Oscars 2026: One Battle After Another ist mit 6 Preisen der Abräumer!

In der gestrigen Nacht wurden in Los Angeles die Oscars 2026 verliehen. Wie von vielen vermutet, war One Battle After Another der grosse Abräumer des Abends. Hier ist unser kleiner Rückblick zur 98. Oscarverleihung. Welche Filme haben in welchen Kategorien gewonnen?

One Battle After Another ist der Sieger der Oscars 2026

Wie von Kennern erwartet, war One Battle After Another der grosse Abräumer des Abends. So siegte die Mischung aus Action-Thriller und schwarzer Komödie von Paul Thomas Anderson in drei von fünf Königskategorien. Die Crew durfte sich über die Krönung des Abends freuen und wurde als bester Film ausgezeichnet. Regisseur Paul Thomas Anderson bekam zum ersten Mal den Preis für die beste Regie (nach 14 Nominationen) und das beste Originaldrehbuch. Über den dritten Oscar in seiner Karriere durfte sich Sean Penn freuen. Für seine Rolle als Militäroffizier Steven J. Lockjaw gabs den Preis für den besten Nebendarsteller. Allerdings war er nicht anwesend und konnte den Academy Award nicht persönlich entgegennehmen. Warum ist bis jetzt nicht bekannt. Ob er oscarmüde war? Immerhin hatte er sich 2011 bei seinem Besuch am 7. Zurich Film Festival nicht gerade euphorisch über die Oscars geäussert. Den Ausschnitt findet ihr hier. Weitere Auszeichnungen gab es für Schnitt und Casting.

Paul Thomas Anderson und Leonardo DiCaprio aus One Battle After Another Oscars 2026
Nach 14 Nominationen hat es endlich geklappt: Regisseur Paul Thomas Anderson am Set von One Battle After Another.| Bild: © 2025 Warner Bros.

Der 16-fach nominierte Blood & Sinners konnte immerhin vier Preise gewinnen. Regisseur Ryan Coogler erhielt den Preis für das beste Originaldrehbuch und Michael B. Jordan durfte sich über den ersten Oscar in seiner Karriere freuen. Den Hattrick schaffte Komponist Ludwig Göransson. Nach Black Panther und Oppenheimer durfte er bereits den dritten Academy Award in Empfang nehmen. Zudem wurde die Kameraführung belohnt.

Die aufwändig von Guillermo del Toro inszenierte Romanadaption Frankenstein konnte trotz neun Nominationen immerhin und wie von uns phrophezeit, drei Preise in den Ausstattungskategorien für sich beanspruchen. Keinen einzigen Oscar konnte hingegen Marty Surpeme von Josh Safdie und mit Timothée Chalamet in der Hauptrolle gewinnen. Da war die Konkurrenz einfach zu gross. Dasselbe gilt auch für The Secret Agent von Kleber Mendonça Filho.

4 Oscars gabs für Blood & Sinners von Ryan Coogler. | Bild: ©2025 Warner Bros.

Die 98. Oscarverleihung bot allerlei Neues

Neben der neuen Bühne im Dolby Theatre, die zu Beginn an eine Mischung aus fernöstlichem Gebäude und einem Gewächshaus erinnerte, gab es eine neue Kategorie. Künftig können auch Personen, die für den Cast verantwortlich sind, ausgezeichnet werden. Präsentiert wurde die Kategorie mit einer sehr ausufernden und in die Länge gezogenen Laudatio. Den ersten Oscar schnappte sich das Team von One Battle After Another.

Zudem konnte man sich in diesem Jahr endlich auch wieder auf musikalische Einlagen freuen. Das Ensemble von Blood & Sinners präsentierte den Song I Lied to You, der ähnlich wie im Film auch auf der Bühne durch Long-Take-Aufnahmen gezeigt wurde. Auch Golden aus KPop Demon Hunters wurde aufwändig und mit viel Pomp präsentiert. Wie schön, dass die Organisatoren der Oscars 2026 der Musik wieder Platz auf der Bühne gelassen haben.

Frankenstein mit Oscar Isaac von Guillermo del Toro Oscars 2026
Frankenstein von Guillermo del Toro holte 3 Oscars. | Bild: © Netflix, Inc.

Der traurigste Moment des Abends, die In Memoriam-Sektion, wurde länger und dafür aufrichtiger präsentiert. Während das Orchester zu hören war, wurden Verstorbene wie Diane Keaton, Val Kilmer, Rob Reiner, Catherine O’Hara, Udo Kier, Robert Redford, Michael Madsen, Brigitte Bardot sowie der kürzlich von uns gegangene Robert Duvall eingeblendet. Besonders gewürdigt wurden Rob und Michele Reiner. Nach einer Rede von Schauspieler und Moderator Billy Crystal mit schönen Anekdoten über seine Karriere standen viele Schauspielerinnen und Schauspieler aus Rob Reiners Produktionen auf der Bühne. Rachel McAdams und  Barbra Streisand hielten kurze Reden über  Diane Keaton und Robert Redford.

Conan O’Brian in Hochform

Der Eröffnungsmonolog von Conan O’Brian.

Talkshow-Moderator Conan O’Brian führte dieses Jahr zum zweiten Mal durch den Galaabend. Bereits im Einspieler vor seinem Auftritt sorgte er für Gelächter: Er parodierte bei den Oscars 2026 Filme wie Hamnet, One Battle After Another,  Marty Supreme, Weapons oder F1 und schnitt sich in die Filme. Später mockierte er sich über ebendiese. Ein paar Sprüche gegen die im Publikum sitzenden Stars konnte er sich nicht verkneifen. Er teilte auch gegen die K oder Netflix aus. Leonardo DiCaprio, dessen Gesicht für viele Memes in der Popkultur sorgte, wurde sogleich von O’Brian aufgefordert, neues Meme-Material zu liefern. Selbstverständlich gab es auch eine Musikeinlage, in der Conan aufzeigte, wie es aussehen würde, wenn er einen Awards gewinnen würde. Während der Show sorgte Conan für allerhand Spass. Beispielsweise zeigte er humoristische Szenarien auf, wie eine reine Streaming-Option der Oscars aussehen würde oder wie man die Generation Z zum zugucken bewegen könnte.

Gehört zu den Verlierern des Abends: Marty Supreme von Josh Safdie.| Bild: © A24 / © 2025 Ascot Elite Entertainment

Die Gewinner der Oscars 2026

Hier haben wir euch alle Sieger aufgelistet. Die Gewinner sind jeweils grün eingefärbt, die restlichen Nominierten haben wir euch ebenfalls aufgelistet.

Bester Film

One Battle After Another – Produktion: Paul Thomas Anderson, Sara Murphy und Adam Somner

  • Blood & Sinners (Sinners) – Produktion: Ryan Coogler, Zinzi Coogler und Sev Ohanian
  • Bugonia – Produktion: Ed Guiney, Lars Knudsen, Giorgos Lanthimos, Andrew Lowe und Emma Stone
  • F1 – Produktion: Jerry Bruckheimer, Dede Gardner, Jeremy Kleiner, Joseph Kosinski, Chad Oman und Brad Pitt
  • Frankenstein – Produktion: J. Miles Dale, Guillermo del Toro und Scott Stuber
  • Hamnet – Produktion: Nicolas Gonda, Pippa Harris, Liza Marshall, Sam Mendes und Steven Spielberg
  • Marty Supreme – Produktion: Ronald Bronstein, Eli Bush, Timothée Chalamet, Anthony Katagas und Josh Safdie
  • One Battle After Another – Produktion: Paul Thomas Anderson, Sara Murphy und Adam Somner
  • The Secret Agent (O Agente Secreto) – Produktion: Emilie Lesclaux
  • Sentimental Value – Produktion: Maria Ekerhovd und Andrea Berentsen Ottmar
  • Train Dreams – Produktion: Michael Heimler, Will Janowitz, Marissa McMahon, Ashley Schlaifer und Teddy Schwarzman
Beste Regie

Paul Thomas Anderson – One Battle After Another

  • Ryan Coogler – Blood & Sinners (Sinners)
  • Josh Safdie – Marty Supreme
  • Joachim Trier – Sentimental Value
  • Chloé Zhao – Hamnet
Bester Hauptdarsteller
  • Timothée Chalamet – Marty Supreme
  • Leonardo DiCaprio – One Battle After Another
  • Ethan Hawke – Blue Moon
  • Wagner Moura – The Secret Agent (O Agente Secreto)
Beste Hauptdarstellerin

Jessie Buckley – Hamnet

  • Jessie Buckley – Hamnet
  • Rose Byrne – If I Had Legs I’d Kick You
  • Kate Hudson – Song Sung Blue
  • Renate Reinsve – Sentimental Value
  • Emma Stone – Bugonia
Bester Nebendarsteller

Sean Penn – One Battle After Another

  • Benicio del Toro – One Battle After Another
  • Jacob Elordi – Frankenstein
  • Delroy Lindo – Blood & Sinners (Sinners)
  • Stellan Skarsgård – Sentimental Value
Beste Nebendarstellerin

Amy Madigan – Weapons – Die Stunde des Verschwindens (Weapons)

  • Elle Fanning – Sentimental Value
  • Inga Ibsdotter Lilleaas – Sentimental Value
  • Wunmi Mosaku – Blood & Sinners (Sinners)
  • Teyana Taylor – One Battle After Another
Bestes Casting
  • Gabriel Domingues – The Secret Agent (O Agente Secreto)
  • Nina Gold – Hamnet
  • Francine Maisler – Blood & Sinners (Sinners)
  • Jennifer Venditti – Marty Supreme
Bestes adaptiertes Drehbuch

Paul Thomas Anderson – One Battle After Another

  • Paul Thomas Anderson – One Battle After Another
  • Clint Bentley und Greg Kwedar – Train Dreams
  • Guillermo del Toro – Frankenstein
  • Maggie O’Farrell und Chloé Zhao – Hamnet
  • Will Tracy – Bugonia
Bestes Originaldrehbuch

Ryan Coogler – Blood & Sinners (Sinners)

  • Ronald Bronstein und Josh Safdie – Marty Supreme
  • Ryan Coogler – Blood & Sinners (Sinners)
  • Robert Kaplow – Blue Moon
  • Dschafar Panahi, in Zusammenarbeit mit Mehdi Mahmoudian, Shadmehr Rastin und Nader Saïvar – Ein einfacher Unfall (یک تصادف ساده Yek taṣādof-e sāde)
  • Joachim Trier und Eskil Vogt – Sentimental Value
Beste Kamera

Autumn Durald Arkapaw – Blood & Sinners (Sinners)

  • Michael Bauman – One Battle After Another
  • Autumn Durald Arkapaw – Blood & Sinners (Sinners)
  • Darius Khondji – Marty Supreme
  • Dan Laustsen – Frankenstein
  • Adolpho Veloso – Train Dreams
Bestes Szenenbild

Tamara Deverell und Shane Vieau – Frankenstein

  • Hannah Beachler und Monique Champagne – Blood & Sinners (Sinners)
  • Anthony Carlino und Florencia Martin – One Battle After Another
  • Fiona Crombie und Alice Felton – Hamnet
  • Tamara Deverell und Shane Vieau – Frankenstein
  • Jack Fisk und Adam Willis – Marty Supreme
Bestes Kostümdesign

Kate Hawley – Frankenstein

  • Miyako Bellizzi – Marty Supreme
  • Ruth E. Carter – Blood & Sinners (Sinners)
  • Deborah Lynn Scott – Avatar: Fire and Ash
  • Malgosia Turzanska – Hamnet
Beste Filmmusik

Ludwig Göransson – Blood & Sinners (Sinners)

  • Alexandre Desplat – Frankenstein
  • Jerskin Fendrix – Bugonia
  • Jonny Greenwood – One Battle After Another
  • Max Richter – Hamnet
Bester Filmsong

Golden aus KPop Demon Hunters – Ejae, Kwak Joong-gyu, Lee Yu-han, Nam Hee-dong, Teddy Park, Seo Jeong-hoon und Mark Sonnenblick

  • Dear Me aus Diane Warren: Relentless – Diane Warren
  • I Lied to You aus Blood & Sinners (Sinners) – Ludwig Göransson und Raphael Saadiq
  • Sweet Dreams of Joy aus Viva Verdi! – Nicholas Pike
  • Train Dreams aus Train Dreams – Nick Cave und Bryce Dessner
Bestes Make-up und beste Frisuren

Cliona Furey, Mike Hill und Jordan Samuel – Frankenstein

  • Ken Diaz, Mike Fontaine und Shunika Terry – Blood & Sinners (Sinners)
  • Thomas Foldberg und Anne Cathrine Sauerberg – The Ugly Stepsister (Den stygge stesøsteren)
  • Glen Griffin, Björn Rehbein und Kazuhiro Tsuji – The Smashing Machine
  • Naomi Hibino, Tadashi Nishimatsu und Kyoko Toyokawa – Kokuhō (国宝)
Bester Schnitt

Andy Jurgensen – One Battle After Another

  • Ronald Bronstein und Josh Safdie – Marty Supreme
  • Olivier Bugge Coutté – Sentimental Value
  • Stephen Mirrione – F1
  • Michael P. Shawver – Blood & Sinners (Sinners)
Bester Ton

Gareth John, Al Nelson, Juan Peralta, Gary A. Rizzo und Gwendolyn Yates Whittle – F1

  • Steve Boeddeker, Benjamin A. Burtt, Felipe Pacheco, Brandon Proctor und Chris Welcker – Blood & Sinners (Sinners)
  • Laia Casanovas, Yasmina Praderas und Amanda Villavieja – Sirāt
  • Greg Chapman, Christian Cooke, Nelson Ferreira, Nathan Robitaille und Brad Zoern – Frankenstein
  • José Antonio García, Christopher Scarabosio und Tony Villaflor – One Battle After Another
  • Gareth John, Al Nelson, Juan Peralta, Gary A. Rizzo und Gwendolyn Yates Whittle – F1
Beste visuelle Effekte

Richard Baneham, Daniel Barrett, Joe Letteri und Eric Saindon – Avatar: Fire and Ash

  • Stephen Aplin, Charmaine Chan, Neil Corbould und David Vickery – Jurassic World: Die Wiedergeburt (Jurassic World Rebirth)
  • Richard Baneham, Daniel Barrett, Joe Letteri und Eric Saindon – Avatar: Fire and Ash
  • Russell Bowen, Brandon K. McLaughlin, Charlie Noble und David Zaretti – The Lost Bus
  • Nicolas Chevallier, Keith Dawson, Robert Harrington und Ryan Tudhope – F1
  • Donnie Dean, Espen Nordahl, Michael Ralla und Guido Wolter – Blood & Sinners (Sinners)
Bester Animationsfilm

KPop Demon Hunters – Chris Appelhans, Maggie Kang und Michelle L. M. Wong

  • Amélie et la Métaphysique des tubes – Liane-Cho Han, Henri Magalon, Nidia Santiago und Maïlys Vallade
  • Arco – Ugo Bienvenu, Félix de Givry, Sophie Mas und Natalie Portman
  • Elio – Mary Alice Drumm, Adrian Molina, Madeline Sharafian und Domee Shi
  • Zoomania 2 (Zootopia 2) – Jared Bush, Byron Howard und Yvett Merino
Bester animierter Kurzfilm

Das Mädchen, das Perlen weinte (The Girl Who Cried Pearls) – Chris Lavis und Maciek Szczerbowski

  • Forevergreen – Nathan Engelhardt und Jeremy Spears
  • Schmetterling (Papillon) – Ron Dyens und Florence Miailhe
  • Retirement Plan – Andrew Freedman und John Kelly
  • The Three Sisters – Konstantin Bronsit
Bester Kurzfilm
  • The Singers – Sam A. Davis und Jack Piatt
  • Deux personnes échangeant de la salive – Natalie Musteata und Alexandre Singh
  • Butcher’s Stain – Oron Caspi und Meyer Levinson-Blount
  • A Friend of Dorothy – James Dean und Lee Knight
  • Jane Austen’s Period Drama – Julia Aks und Steve Pinder
Bester Dokumentarfilm

Ein Nobody gegen Putin (Mr. Nobody mod Putin) – David Borenstein, Helle Faber, Alžběta Karásková und Pawel Talankin

  • Come See Me in the Good Light – Jessica Hargrave, Tig Notaro, Ryan White und Stef Willen
  • Cutting Through Rocks – Mohammadreza Eyni und Sara Khaki
  • Die Hölle hinter Gittern – Strafvollzug in Alabama (The Alabama Solution) – Andrew Jarecki und Charlotte Kaufman
  • The Perfect Neighbor – Ein Gesetz und seine Folgen (The Perfect Neighbor) – Sam Bisbee, Geeta Gandbhir, Nikon Kwantu und Alisa Payne
Bester Dokumentar-Kurzfilm

All die leeren Zimmer (All the Empty Rooms) – Conall Jones und Joshua Seftel

  • Armed Only with a Camera: The Life and Death of Brent Renaud – Juan Arredondo und Craig Renaud
  • Children No More: Were and are Gone – Hilla Medalia und Sheila Nevins
  • The Devil Is Busy – Geeta Gandbhir und Christalyn Hampton
  • Perfectly a Strangeness – Alison McAlpine
Bester internationaler Film

Sentimental Value, Norwegen – Regie: Joachim Trier

  • Ein einfacher Unfall (یک تصادف ساده Yek taṣādof-e sāde), Frankreich – Regie: Dschafar Panahi
  • The Secret Agent (O Agente Secreto), Brasilien – Regie: Kleber Mendonça Filho
  • Sirāt, Spanien – Regie: Óliver Laxe
  • Die Stimme von Hind Rajab (صوت هند رجب Ṣaut Hind Raǧab), Tunesien – Regie: Kaouther Ben Hania

Seid ihr mit der Verleihung der Oscars 2026 einverstanden? Welchen Film hättet ihr gerne mit dem Academy Award ausgezeichnet?