Sydney Sweeney in The Housemaid

The Housemaid: Die grausame Lüge hinter verschlossenen Türen!

Am 15. Januar 2026 lief der Mysterythriller The Housemaid – Wenn sie wüsste in den deutschen Kinos an. Ab Mai 2026 wird er voraussichtlich in der Schweiz und in Deutschland als Video-on-Demand kostenpflichtig abrufbar sein. Gleichzeitig wird eine Auswertung als 4K-UHD, Blu-ray und DVD erfolgen. Unter der Regie von Paul Feig (Nur ein kleiner Gefallen, Last Christmas) ist der Film mit Sydney Sweeney, Amanda Seyfried und Brandon Sklenar in den Hauptrollen besetzt worden. Daneben sind auch Michele Morrone, Elizabeth Perkins und Mark Grossman zu sehen. Doch schafft es The Housemaid, eine spannungsgeladene Geschichte zu erzählen oder liefert uns Paul Feig mit seinem neuesten Film keinen Gefallen?

Amanda Seyfried in The Housemaid
Nina Winchester gibt Millie eine Anstellung als Hausmädchen. Doch Millie bemerkt schon bald, dass sich Nina immer wieder seltsam verhält. | Bild: 2025 Ascot Elite Entertainment / Lionsgate (Daniel McFadden)

Es ist nicht alles Gold was glänzt…

Im Psychothriller The Housemaid, erhält die junge Millie Calloway nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis die Chance auf einen Neuanfang: Sie tritt eine Stelle als Hausmädchen bei dem wohlhabenden Ehepaar Nina und Andrew Winchester auf Long Island an. In der luxuriösen Villa soll sie sich um den Haushalt kümmern und auf die Tochter Cece aufpassen.

Doch schon bald zeigt sich, dass hinter der eleganten Fassade der Familie etwas nicht stimmt. Nina verhält sich zunehmend unberechenbar und macht Millie das Leben schwer, während Andrew ihr gegenüber freundlich und verständnisvoll auftritt. Gleichzeitig stösst Millie immer wieder auf Hinweise aus Ninas Vergangenheit und merkt, dass in diesem Haus zahlreiche Geheimnisse verborgen liegen.

Je länger Millie in der Villa lebt, desto stärker gerät sie in ein undurchsichtiges Geflecht aus Misstrauen, Manipulation und verborgenen Wahrheiten. Was zunächst wie ein einfacher Job wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einem gefährlichen Spiel, in dem nicht nur Millies eigene Vergangenheit eine Rolle spielt, sondern auch die dunklen Geheimnisse der Familie Winchester.

Sydney Sweeney und Amanda Seyfried aus The Housemaid
Warum vertraut Nina Millie diesen Schlüssel an? | Bild: 2025 Ascot Elite Entertainment / Lionsgate (Daniel McFadden)

The Housemaid ist rasant und wendungsreich

The Housemaid bietet unberechenbar-fesselnde Unterhaltung. Dabei profitiert der Psychothriller von seiner wendungsreichen Inszenierung, die trotz ihrer Laufzeit von knapp über 130 Minuten zu keinem Zeitpunkt an Dynamik verliert. Hierbei findet der Film eine stimmungsvolle Mischung aus atmosphärisch aufbauenden Spannungsmomenten und rasanteren Szenen. Die Zuspitzung im emotionalen Wechselspiel der Figuren ist dabei eine der besonderen Stärken in gewissen Schlüsselszenen und Kammerspielmomenten.

Trotz der überwiegend ernsthaften Inszenierung wird The Housemaid auch immer wieder von einer schwarzhumorigen Facette begleitet, die das Geschehen mit einer Lässigkeit unterwandert und den Zuschauer kurz durchatmen lässt. Ebenso sind Elemente einer sinnlichen Romanze zu finden, deren vermeintliche Vorhersehbarkeit letztlich eine funktionale Brücke zum weiteren, kompromisslosen Verlauf bildet. Es ist die überzeugende Lüge, die der Film hinter seinen verschlossenen Türen erst langsam aufschlägt und anschliessend nicht in Versuchung gerät, den gelüfteten Twist unnötig auszuschlachten. Zwar bedient sich The Housemaid dann auch einer brutaleren Bildsprache, doch bleibt diese ein wirkungsvoller Funktionsträger seiner eindringlich inszenierten Geschichte, die auf dem Fundament einer überaus stimmigen Dramaturgie fusst.

Sydney Sweeney und Amanda Seyfried in The Housemaid
Millie steht ständig unter strenger Beobachtung. | Bild: 2025 Ascot Elite Entertainment / Lionsgate (Daniel McFadden)

Sweeney und Seyfried liefern facettenreich ab

Schauspielerisch liefern alle drei Hauptdarsteller grossartige Leistungen ab, jeder mit erinnerungswürdigen Momenten, die das Zusammenspiel bereichern – besonders Sydney Sweeney und Amanda Seyfried zeigen dabei verschiedenste Facetten ihres Spiels. Dies untermauert den starken Plot dramatisch und stabilisiert den doppelten Boden zusätzlich. Im anfänglich-unscheinbar-sympathischen Schatten überzeugt aber auch Brandon Sklenar mit überraschenden Kontrasten seiner Figur.

Musikalisch brilliert der mystisch-dramatische Soundtrack von Theodore Shapiro. Klänge, die auch dank poppiger Tracks von Taylor Swift oder Kelly Clarkson mit ironischer Raffinesse durchbrochen werden und den Puls des heutigen Zeitgeists spürbar machen.

Brandon Sklenar als Andrew
Andrew macht einen freundlicheren Eindruck auf Millie. | Bild: 2025 Ascot Elite Entertainment / Lionsgate (Daniel McFadden)

Mein Fazit zu The Housemaid

The Housemaid, ist ein Psychothriller, der seine Spannung raffiniert und mit undurchschaubarer Atmosphäre auf dem Fundament eines doppelten Bodens auflaufen lässt. Den grandiosen Schauspielern fehlt es dabei keineswegs an Glaubwürdigkeit, und die stolze Laufzeit von über 130 Minuten wird letztlich ereignisreich befüllt.

Bereits vor dem Kinostart wurde bekanntgegeben, das The Housemaid eine Fortsetzung erhalten wird, die auf dem zweiten Teil von Ferida McFaddens Thriller-Trilogie The Housemaid’s Secret basiert.

Hier gehts zum Trailer von The Housemaid.

Interview mit Amanda Seyfried

Amanda Seyfried stellte beim Zurich Film Festival 2025 ihren nun neuesten Film The Testament of Ann Lee vor. Wir haben wir mit ihr über den Film gesprochen und Seyfried dabei gefragt, ob sie mit ihrer Rollenwahl gerne das Publikum überrascht. Die Antwort findet ihr in diesem Video.