Pennywise in ES Kapitel 2

Erneuter Horror in ES Kapitel 2

Ist die Fortsetzung von ES gelungen oder durch die lange Spielzeit doch zu träge?

Der Horrorclown Pennywise ist zurück und terrorisiert erneut das Städtchen Derry. Diese Fortsetzung wurde seit Monaten freudig erwartet, aber wie gut ist sie wirklich? Unsere Kritik zu ES Kapitel 2:

Spoilerwarnung: Dieser Artikel enthält Spoiler zu den Filmen ES Teil 1 und Teil 2

Der Club der Verlierer wieder vereint

Als Kinder haben Bill, Ben, Eddie, Richie, Mike und Beverly gemeinsam den mordenden Horrorclown Pennywise zur Strecke gebracht. Doch das Böse ist nicht tot, sondern kehrt 27 Jahre später zurück in das beschauliche Städchen Derry. Während die meisten Mitglieder des Clubs der Verlierer Derry mittlerweile verlassen und die Geschehnisse von damals vergessen haben, ist Mike geblieben und erlebt den Horror erneut. Um seine Heimat und die darin lebenden Kinder zu beschützen, trommelt er den Club der Verlierer erneut zusammen.

So macht sich der Club erneut daran, den Clown zu jagen. Mittels eines alten Rituals soll die böse Kraft, die sich hinter Pennywise verbirgt, gebannt werden. Doch um das Ritual vollenden zu können, benötigen die Verlierer Artefakte, die sie mit ihrer jeweils ersten Begegnung mit Pennywise verbinden. Also tauchen sie in ihre Vergangenheit ein, wo nicht nur der Horrorclown, sondern auch ganz eigene Albträume auf sie warten.

Der Club der Verlierer stosst an
Der Club der Verlierer erneut vereint | Bild: Warner Bros.

Gute Fortsetzung trotz Vorhersehbarkeiten

ES Kapitel 2 ist eine würdige Fortsetzung des ersten Teils. Allerdings kann sie weder mit ihrer Handlung und Spannung, noch dem Horror vollständig mit ihrem Vorgänger mithalten. Mit dem Aufbau der Handlung haben es sich die Macher relativ einfach gemacht. Die Suche nach den Artefakten durch jeden der Hauptdarstellen eignet sich gut dafür, viele einzelne Horrorszenen zu schaffen. Leider hat dies auch zugleich negative Auswirkungen auf die Spannung. Denn durch die so konstruierten Szenen geht dem Film einiges an möglichen Überraschungsmomenten verloren. Der Zuschauer erkennt jeweils bereits früh, wann sich eine erneute Jumpscare-Szene anbahnt, wodurch diese schlussendlich etwas abgeschwächt wird.

Trotzdem bietet die Story von ES Kapitel 2 aber auch viele Höhepunkte, besonders die Entwicklungen der einzelnen Protagonisten wurden sehr schön erarbeitet. Beim Cast wurde stark darauf geachtet, den ursprünglichen Club der Verlierer glaubwürdig altern zu lassen. Die eingespielten Rückblenden verstärken diese Glaubwürdigkeit zudem und so entsteht insgesamt ein schön anzusehender Look.

Skarsgård ist in ES Kapitel 2 erneut zum Fürchten

Ausserdem kann man ES Kapitel 2, wie bereits seinem Vorgänger, bei der Umsetzung seiner Horrorelemente nichts vormachen. Sowohl die Visual Effects, wie auch die Spezialeffekte sind extrem gut gelungen und vermitteln ein absolut realitätsnahes Bild der Geschehnisse. Bill Skarsgård ist erneut die perfekte Besetzung für die Rolle des Horrorclowns Pennywise, der einem mit seiner Mimik und Stimme einmal erneut in seinen Bann zu ziehen vermag.

Pennywise in ES Kapitel 2
Pennywise ist zurück | Bild: Warner Bros.

Insgesamt halte ich ES Kapitel 2 für eine durchaus gelungene Fortsetzung. Sie wirkt zu Anfang aufgrund der doch sehr langen Spielzeit und dem Handlungsaufbau etwas träge und weniger unheimlich als der erste Teil. Nach dem Trailer haben wir erst etwas anderes erwartet. Diese Mängel werden aber im weiteren Verlauf der Story grösstenteils behoben. Auch die anfänglichen Probleme des Spannungsaufbaus lösen sich gegen Mitte des Blockbusters zunehmend auf. Das Ende wartet schlussendlich mit einem starken, überraschenden Finale auf.

Ein Highlight stellt klar der Cast dar. Sowohl Bill Skarsgård als auch die anderen Protagonisten, gespielt von Hollywood-Grössen wie beispielsweise James McAvoy und Jessica Chastain passen unglaublich gut in diese Horrorgeschichte von Schriftsteller Stephen King. So bietet ES Kapitel 2 gute Unterhaltung, die sich nicht nur an Fans des Horrorgenres richtet.