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Game of Thrones – diese 5 wichtigen Neuerungen erwarten uns in der Nachfolge-Serie

Welche Kreaturen werden dabei sein und welche Häuser?

Peejay Eisenheim

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am

Game of Thrones Nachfolger The Longest Night

In Nordirland wird aktuell gerade die neue Game-of-Thrones-Serie gedreht und wir alle sind natürlich äusserst gespannt, wie diese werden wird. Nun hat Buchautor George R. R. Martin endlich weitere Details zur Vorgeschichte verraten. Im Gespräch mit dem Magazin Entertainment Weekly hat der GoT-Schöpfer fünf sehr interessante Details verraten.

1. So könnte der Titel der Serie lauten

Noch immer hat der Nachfolger keinen offiziellen Titel. Bei HBO soll das Projekt angeblich unter dem Namen Bloodmoon geführt werden, Martin selbst nennt es The Long Night. Wie wir uns aber alle erinnern, hiess auch eine Folge in der achten Staffel Game of Thrones genau so und da ist es natürlich fraglich, ob die Nachfolgeserie wirklich diesen Titel bekommt. Nun hat Martin aber verraten, dass die Serie womöglich The Longest Night heissen könnte – also Die längste Nacht. Bisher seien es nur Vorschläge, die er gehört habe, aber ihm würde dieser Titel ziemlich gut gefallen, meinte Martin.

2. Es gibt wieder ein ganzes Charakter-Ensemble

Nach der Ankündigung, dass Naomi Watts in der Serie mitspielen wird, entstand ein bisschen der Eindruck, dass sich die Story hauptsächlich um sie drehen würde. Martin verneinte dies nun. Wie schon bei Game of Thrones soll The Longest Night (wir nenne die jetzt einfach mal so) viele Charaktere haben, welche die Geschichte zusammen tragen werden.

3. Es werden mehr als 7 Königreiche sein – sehr viel mehr

The Longest Night wird etwa 5000 bis 10’000 Jahre vor Game of Thrones spielen und dementsprechend sieht die Welt von Westeros völlig anders aus. Martin sagt dazu:

„Wir sprechen von den sieben Königreichen von Westeros. Da waren sieben Königreiche während der Eroberung durch Aegon. Aber wenn wir weiter zurückgehen, sind es neun Königreiche und noch weiter zurück zwölf. Und schliesslich gehst du dahin zurück, wo es hundert Königreiche gibt – winzige Königreiche – und das ist die Ära, über die wir hier reden.“

4. Es wird Schattenwölfe geben und auch die Starks

Obwohl The Longest Night weit vor den sieben Häusern aus Game of Thrones spielt, werden wir bereits auf die Vorfahren des Hauses Stark treffen. Verwunderlich ist das nicht, immerhin gingen die Starks angeblich aus den ersten Menschen hervor. “Die Starks werden definitiv da sein”, sagte Martin im Interview.

Nach der Frage, welche Kreaturen wir in der Serie erwarten dürfen, sagte Martin:

“Logischerweise werden die Weissen Wanderer da sein – oder wie ich sie in meinen Büchern nenne: die Anderen – und das wird ein Aspekt davon [der Story] sein.”

Weiterhin sagte Martin, dass es auch Kreaturen wie Schattenwölfe oder Mammuts geben wird.

5. Es wird keine Lennisters geben

Die Lennisters waren ein wichtiger Bestandteil der Handlung von Game of Thrones. In The Longest Night werden sie aber nicht mit dabei sein, da das Haus zu dieser Zeit noch gar nicht existiert hat. Dennoch wird es Casterlystein bereits geben, allerdings wird dort ein anderes Haus seinen Sitz haben.

Martin sagt dazu: 

„Es wird von den Casterlys bewohnt – nach denen es in Game of Thrones noch immer benannt ist.“

Bis The Longest Night startet dauert es allerdings noch ein bisschen. HBO hat sich bezüglich des Veröffentlichungstermin nicht viel aus der Nase ziehen lassen, ausser, dass die Serie nicht vor 2020 erscheine.

Bis dahin kannst du dir ja anschauen, was es sonst noch so zu streamen gibt.

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Was erwartet uns in der 2. Staffel von The Boys?

Die skurrile, brutale Superheldenserie geht bald in die zweite Runde.

Joël Weber

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am

Bild: Amazon Prime Video

Schon bevor die 1. Staffel der Superheldenserie The Boys auf Amazon Prime verfügbar war, wurde bereits eine 2. Staffel bestätigt. Schauen wir uns an, was uns in dieser Fortsetzung erwartet und erwarten könnte.

Spoilerwarnung: Dieser Artikel enthält Spoiler zur 1. Staffel. Alles Infos dazu findest du hier.

Wie könnte sich der Cast verändern?

Staffel 1 von The Boys endet mit einem Cliffhanger: Der Protagonist Billy Butcher hielt seine Frau Becca während Jahren für tot und doch taucht sie in der finalen Szene mit ihrem vom Superhelden Homelander gezeugten Sohn auf. Schon rein deswegen werden Billy und Homelander höchst wahrscheinlich erneut zentrale Rollen in den kommenden Folgen einnehmen. Auch auf den restlichen Cast aus der 1. Staffel wird wohl grösstenteils zurückgegriffen werden. Einige Neuerungen im Cast werden uns aber bestimmt erwarten. Gemäss der Seite Deadline wird die Schauspielerin Aya Cash eine neue Superheldin verkörpern: Stormfront.

Aya CAsh spielt in The Boys Staffel 2 Stormfront
Aya Cash wird zu Stormfront | Bild: AP Images / Invision

Hier unterscheidet sich die Serie einmal mehr von ihrer Comicvorlage, in der Stormfront ein männlicher Superheld ist. Da The Boys einige solche Abwandlungen seiner Vorlage vollführt, ist unklar welche Rolle Stormfront im Krieg zwischen den Seven und den Boys einnehmen wird. In den Comics jedenfalls ist Stormfront ein Superheld, der durch ein Experiment entstanden und der Anführer eines eigenen Superheldenteams namens Payback ist.

Produzent Eric Kripke gab zudem in einem Interview weitere Neuerungen preis. Ihm zufolge wird der Cast ebenfalls durch Giancarlo Esposito, den wir aus Breaking Bad kennen, und durch Billy Butchers Hund Terror erweitert. Giancarlo Esposito konnten wir bereits kurz in der 1. Staffel sehen, so wird seine Figur nun wohl noch weitere Auftritte bekommen. Zudem fiel im Interview der Name eines weiteren Superhelden: Jack from Jupiter, der in den Comics ein weiteres Mitglied der Seven ist.

Giancarlo Esposito in der Serie The Boys
Giancarlo Esposito kehrt in der 2. Staffel zurück | Bild: Amazon Prime Video

Wie könnte die Story weitergehen?

Durch den Cliffhanger der 1. Staffel ist es naheliegend, dass Billy Butchers Frau Becca und deren Sohn eine wichtige Rolle bekommen werden. Im Allgemeinen habe ich das Gefühl, dass Billy eine noch zentralere Rolle als in der 1. Staffel einnehmen wird und dass seine Vergangenheit vertieft thematisiert werden könnte. Somit wäre die Einführung seines Hundes Terror, der uns bis jetzt vollkommen unbekannt ist, einfach zu lösen. Billys Krieg gegen die Superhelden-Vermarktungsfirma Vought und besonders gegen Homelander wird vermutlich weitergehen und dürfte bisher ungeahnte Dimensionen annehmen. Zudem besitzen in den Comics neben den Seven auch die Boys ab einem gewissen Zeitpunkt Superkräfte. Es bleibt spannend, ob dies auch in die Serie eingebaut werden wird.

Hughie Campbell und Billy Butcher aus The Boys
Hughie und Billy | Bild: Amazon Prime Video

Hughie Campbell und Starlight werden vermutlich weiterhin die Hauptprotagonisten darstellen. Ich nehme an, dass sich ihre Beziehung weiterentwickeln wird, zumindest falls die Boys Starlight nicht mehr als Gefahr wahrnehmen. Abzuwarten bleibt, ob sich die junge Superheldin tatsächlich den Boys anschliessen wird und dadurch zu einer Spionin in den Reihen der Seven wird. Auf die Entwicklung der Seven freue ich mich tatsächlich am meisten. Denn nicht nur bekommen wir mit Jack from Jupiter möglicherweise ein neues Mitglied zu Gesicht, auch interessiert mich die weitere Geschichte des Superhelden The Deep. Dieser war zuletzt von den Seven getrennt worden und scheint sich nun seinen eigenen Weg zu bahnen.

Ein genaues Startdatum der 2. Staffel von The Boys ist bisher nicht bekannt. Vermutlich dürfen wir aber mit einer Veröffentlichung 2020 rechnen.

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The Boys zeigt uns das, was DC und Marvel uns schon immer verheimlicht haben

Nie war es schöner, Superhelden zu hassen.

Peejay Eisenheim

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The Boys Promobild
Bild: Amazon

Wer in den letzten zwei Wochen im Netz unterwegs war, dürfte früher oder später über eine Serie namens The Boys gestolpert sein. Im ersten Moment sieht die Amazon-Produktion wie ein weiterer Beitrag zum Genre der Superhelden aus. Doch spätestens, wenn man sich den Trailer anschaut, hat man den Eindruck, dass hier etwas nicht stimmt. Irgendwie vermittelt einem der kurze Clip den Eindruck, als wären Superhelden nun plötzlich die Bösen.

Aber schau am besten gleich selbst:

Was wäre wenn

Ganz so einfach ist es natürlich nicht, denn in The Boys sind Superhelden nun keineswegs plötzlich die Bösen. Vielmehr sind sie nun einfach Menschen. Das klingt jetzt erstmal banal, denn schliesslich sind das auch Captain America und Co, doch wenn wir ehrlich sind, sind diese ganzen Marvel- und DC-Charaktere einfach zu perfekt. Selbst Toni Stark, der ein Poser ist und Alkoholprobleme hat, ist im Grund ein guter Kerl. Marvel, DC und viele andere Superheldenfilme zeigen uns eine verklärte Welt, in der Superhelden trotz ihrer Schwächen schlussendlich immer das Richtige tun.

The Boys Serien-Kritik
Bild: Amazon

In The Boys ist das anders. Hier sind wir in einer Welt, die man am ehesten mit den X-Men-Filmen vergleichen könnte. Gewisse Menschen haben aussergewöhnliche Fähigkeiten, die sie nach aussen hin für das Gute einsetzen. Doch blickt man hinter die Kulissen merkt man schnell, dass alles nur ein einziges Big Business ist. „Sups“, wie sie in der Serie genannt werden, sind die neuen Superstars, die bei Firmen unter Vertrag stehen und zu einem Milliardenbusiness geführt haben.

Der grösste Konzern auf diesem Gebiet ist Vought, welche die bei der Bevölkerung legendären Seven unter Vertrag hat. Die Seven sind sozusagen die Avengers, die Justice League dieser Serie. Sie sind zur Stelle, wenn es irgendwo brenzlig wird und gleichzeitig auch die Aushängeschilder aller Superhelden. Dass sie dabei Milliarden durch Merchandising und Filme generieren, ist natürlich ein praktischer Nebeneffekt.

Satire bis ins kleinste Detail

In dieser Welt aus Superhelden, die von Grosskonzernen gelenkt werden, breitet The Boys eine Geschichte aus, in der so ziemlich alle ihr Fett wegkriegen. Das fängt nur schon bei simplen Dingen an, die man sich regelmässig bei Filmen à la Marvel und DC fragt. Zum Beispiel, was eigentlich mit den ganzen Kollateralschäden, welche Superhelden mit ihren Kämpfen verursachen, geschieht. Klar, Captain America: Civil War hat das im Ansatz versucht zu beantworten, doch ist es erst The Boys, welche diese Frage konsequent weiter erforscht. Es ist dann auch diese Frage, welche die Ausgangslage der Geschichte ist: Die Freundin von Hughie wird aus Versehen durch einen Superhelden der Seven getötet. Vought tut das ganze als tragischen Unfall ab, doch Hughie sinnt auf Gerechtigkeit. Diese will ihm Billy Butcher geben, der es sich zum Ziel gemacht hat, Sups – und im speziellen die Seven – zu töten.

The Boys Serien-Kritik
Sie haben sich vorgenommen, dem Treiben der Sups ein Ende zu setzen. | Bild: Amazon

The Boys ist dabei von A bis Z eine Satire auf alle bisherigen Superheldengeschichten, aber auch unsere und im Speziellen die US-Gesellschaft. Da wäre zum Beispiel Homelander, der anführer der Seven, der ein einziges Patriotismus-Klischee ist. Eigentlich kann man einen Superhelden, der als Cape die US-Flagge hat kaum ernst nehmen, dennoch hinterfragt in der Serie niemand dieses lächerliche Kostüm. Denkt man kurz darüber nach, merkt man aber schnell, dass es eben genau so ist, wie unsere Gesellschaft tickt. Noch heute bedienen wir uns an Klischees und transportieren die von Generation zu Generation. Wie oft sieht man anhand billiger, plakativer Werbung, dass die offensichtlichsten Werbebotschaften noch immer funktionieren?

The Boys macht sich dabei selbst in Details über Marvel, und DC, unsere Gesellschaft oder den Kapitalismus lustig und kritisiert ihn. Auf der Seite der „Guten“ wäre da Beispielsweise Billy Butcher, der allein mit seiner Namensgebung eine DC-Parodie ist. Oder beim Superhelden The Deep, der oberflächlicher nicht sein könnte. Selbst der Intro dieser Serie ist eine Parodie auf Marvel, auch wenn einem das erst im Laufe der ersten Folge bewusst wird. Daher ist The Boys auch keine Serie, die man mal eben nebenbei schauen kann. Wer denkt, auf dem Smartphone rumtippen zu können, wird die besten Gags verpassen, denn diese sind oft sehr subtil.

The Boys Serien-Kritik
The Deep (links) und Homelander. | Bild: Amazon

Noch nie war es schöner, Superhelden zu hassen

Wer The Boys schaut, wird den Nimbus der Superhelden, den das Marvel Cinematic Universe in den letzten zehn Jahren aufgebaut hat, bald bröckeln sehen. Vor allem Homelander, der eine Art Mischung aus Superman und Captain America ist, macht seine Arbeit dabei grossartig. Im Laufe der nur acht Folgen werdet ihr lernen, ihn aus tiefstem Herzen zu hassen. Dass das so ist, liegt vor allem auch an dessen Darsteller Antony Starr. Der Neuseeländer spielt die verschiedenen Seiten von Homelander so nuanciert und überzeugend, dass man ihm die Rolle in jedem Moment abnimmt. So schafft er es teilweise nur schon mit seinem überheblichen Blick eine Welle des Hasses in einem auszulösen. Homelander wir durch Starr zu einem richtigen Unsympath, der sich von all den 08/15-Bösewichten der Superheldenfilme abhebt.

Kritik muss aber auch sein

Möchte man an der Serie etwas kritisieren, ist es die teilweise etwas vorhersehbare Geschichte. Grundsätzlich hat das Autorenteam wirklich gute Arbeit geleistet. Dennoch gibt es mindestens einen Handlungsbogen, bei dem man sich fragt, ob der jetzt wirklich so hätte verlaufen müssen. Allerdings ist die Serie in seiner Gesamtheit so überzeugend, dass man gerne über diese kleine Schwachstelle hinwegsieht.

The Boys Serien-Kritik
Billy Butcher hat genug von Superhelden. | Bild: Amazon

Fazit zu The Boys

The Boys ist ein wundervoller Tripp in eine nicht ganz so heile Welt der Superhelden, der bis zum Schluss grandios unterhält. Obwohl der Trailer einen anderen Eindruck erweckt, ist die Serie nicht ein einziges blutiges Gemetzel – zum Glück. Die Serie macht vor allem Spass, da es das Image der perfekten Superhelden in den Dreck zieht und uns zeigt, wie eine Welt mit Superhelden tatsächlich aussehen könnte: dreckig, unehrlich und überhaupt nicht sicherer.

The Boys umfasst aktuell eine Staffel und läuft auf dem Streaming-Dienst Prime Video von Amazon.

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6 Gründe, warum Dragon Ball GT eine zweite Chance verdient

Okay, okay… ich weiss, gerade begebe ich mich auf sehr dünnes Eis. Doch gebt mir eine Chance, euch zu zeigen, dass nicht alles an Dragon Ball GT schlecht war.

Sven Raabe

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Okay, okay, ich weiss: Gerade begebe ich mich auf sehr dünnes Eis. Doch bitte lasst die Heugabeln vorerst stecken und entzündet noch nicht die Fackeln; gebt mir eine Chance euch zu zeigen, dass wahrlich nicht alles schlecht war an der Anime-Fortsetzung, die weitestgehend ohne Akira Toriyamas kreativen Input auskommen musste.

Eins noch kurz vorneweg: In diesem Text möchte ich euch einzig zeigen, was gut an Dragon Ball GT ist; es soll nicht um die leidliche Kanon-Debatte gehen, also ob GT nun ein Teil der Geschichte ist oder eben nicht. Dann geht es jetzt auch los mit sechs Gründen, warum ihr Dragon Ball GT eine zweite Chance geben solltet.

Grund 1: Abenteuer und Action

Dragonball GT
Bild: Toei Animation

Mit GT wollte Toei Animation zurück zu den Wurzeln der Serie, zurück zu der Zeit als es sich noch mehr um das Abenteuer auf der Suche nach den Dragonballs drehte und weniger um jene Dauer-Action, die im späteren Verlauf des Manga beziehungsweise im zweiten Anime Dragon Ball Z eine prominente Rolle einnehmen sollte. Dieser Plan ging anfangs auch auf, denn bei der Suche nach den Black Star Dragonballs kehrte tatsächlich jenes Adventure-Feeling zurück, welches mir damals im Manga sowie dem ersten Anime so gut gefiel: Son-Goku, Pan und Trunks bereisten das ganze Universum, landeten auf den unterschiedlichsten Planeten und trafen dabei auf allerhand illustre Gestalten.

Die wichtigste Begegnung sollten sie mit einem Wesen namens Baby haben, doch dazu später ein paar Worte mehr. Diese Abenteuerreise geriet im weiteren Verlauf der Serie zusehends in den Hintergrund und machte krachender Action Platz, die in ihren besten Momenten jener aus Dragon Ball Z in Nichts nachsteht und sie manchmal sogar zu übertreffen vermag. Absolute Highlights sind hierbei zweifellos die Kämpfe Son-Goku als vierfacher Super-Saiyajin gegen Baby-Vegeta sowie Gogeta als vierfacher Super-Saiyajin gegen den Teufelsdrachen Yi Xing Long.

Grund 2: Zeichnungen und Animationen

Der Zeichenstil orientiert sich natürlich an den beiden Vorgänger-Anime Dragon Ball und Dragon Ball Z, weshalb sich Fans dieser beiden Serien nicht großartig umgewöhnen müssen. Visuell schließt GT somit optimal an die beiden vorangegangenen Serien an, obgleich man sich natürlich erstmal mit den neuen, zum Teil aus Toriyamas Feder stammenden Charakter-Designs anfreunden muss.

Die Zeichnungen wirken in ihren besten Momenten noch detaillierter als in Z und die Farben sind noch kräftiger, weshalb sich GT optisch keinesfalls zu verstecken braucht. Selbiges gilt für die Animationen, speziell natürlich bei den krachenden Kämpfen, die mit ansprechenden Choreographien sowie einem sehr schönen Flow bestechen und gerade die Auseinandersetzungen mit den „wichtigen“ Gegnern (Baby, Super-C17, Teufelsdrachen) sehen wirklich famos aus und werden euch sicherlich noch immer in ihren Bann ziehen können.

Grund 3: Baby

Dragon Ball GT Baby
Bild: Toei Animation

Im ersten Punkt hatte ich bereits eine entscheidende Begegnung erwähnt, welche zwischen Son-Goku, Trunks und Pan sowie einem Wesen namens Baby stattfand. Nach einem kurzen jedoch harten Kampf dachte unser Helden-Trio, sie hätten ihren Gegner besiegen können, allerdings gelang es Baby zu überleben – so begann seine Jagd auf die drei, welche Baby letztendlich auf die Erde führen sollte. Doch wer ist Baby nun eigentlich? Wenn man es ganz simpel formulieren möchte, könnte man sagen, er ist für GT das, was Freezer für Z war. Er ist ein Gegner, der weit aus der Vergangenheit der Saiyajin stammt, sogar aus einer Zeit, in der weder Son-Goku noch Vegeta geboren waren. Für Baby bediente sich das GT-Team an einer von Toriyama stammenden Story für eine Filler-Episode aus Z, in der Meister Kaio Son-Goku von der Geschichte der Saiyajin berichtet: Vor langer Zeit herrschte ein erbitterter Krieg auf dem Planeten Vegeta zwischen den Saiyajin und Tsufurujin. Letztere waren zwar kleiner und schmächtiger als ihre Nachbarn, dafür waren sie kulturell und vor allem technologisch auf einem deutlich höheren Level als die zwar körperlich starken, allerdings eher schlichten Saiyajin. Nach langen Jahren einer mal mehr und mal minder friedlichen Koexistenz zwischen beiden Völkern kam es zum Krieg, in dessen Verlauf die Tsufurujin vermeintlich vollständig ausgelöscht wurden.

Wie sich in GT herausstellen sollte, konnte ein Tsufurujin den Genozid überleben: Baby. Dieser entstand aus den Zellen des Königs der Tsufurujin und wurde auf einem weit abgelegten Planeten versteckt, auf dem er in aller Ruhe aufwachsen sollte. Dort wartete er lange Jahre, um sich an den Saiyajin für ihre Taten rächen zu können. Auch heute noch finde ich es erstaunlich, wie viel das GT-Team aus dieser recht kleinen Geschichte gemacht hat, denn die Arc rund um Baby ist nicht weniger als der erste große Höhepunkt der Serie. Hinzukommen Babys Fähigkeiten, die ihn merklich von seinen anderen Schurken-Kollegen unterscheiden: Wie ein Parasit ist er in der Lage, sich in den Körper anderer Lebewesen einzunisten und diese zu kontrollieren – dafür reicht ihm bereits die kleinste Wunde, um in sein Gegenüber einzudringen. Mithilfe dieser Fähigkeit baut sich Baby nach seiner Ankunft auf der Erde eine eigene kleine Privatarmee auf, zu der auch Vegeta (in dessen Körper sich Baby die meiste Zeit befindet), Trunks, Son-Gohan sowie Son-Goten gehören. Letztendlich infiziert Baby die gesamte Menschheit und macht sich somit den ganzen Planeten gefügig.

Baby ist ein wirklich toller Gegner, sogar mein persönlicher Lieblings-Antagonist der ganzen Dragon Ball-Saga, was zum einen an seinen Fähigkeiten, jedoch ebenfalls an seinem absolut niederträchtigen, verdorbenen Charakter liegt. Andererseits besitzt er eine tragische Hintergrundgeschichte und verfügt über einen nachvollziehbaren Grund für seinen Rachefeldzug gegen die letzten Saiyajin.

Grund 4: Der vierfache Super-Saiyajin

Dragon Ball GT Son Goku
Bild: Toei Animation

Die Gegner, mit denen es Son-Goku und seine Freunde in GT zu tun bekommen, sind bedeutend stärker als es ein Freezer, Cell oder Majin Boo jemals waren, weshalb unser Held eine neue Transformation erreichen musste, um es mit Feinden wie Baby oder später den Teufelsdrachen aufnehmen zu können. Son-Goku erfährt, die einzige Möglichkeit, noch stärker zu werden, bestehe darin, seinen Saiyajin-Schweif wieder zu erlangen, der die Quelle der Kraft der Saiyajin ist. In der Welt der Kaioshin kann unser Protagonist tatsächlich seinen Schweif zurückerlangen und dieser soll später von essentieller Bedeutung sein, denn nur so ist es Son-Goku möglich, sich in einen goldenen Oozaru zu verwandeln und später die höchste Form zu erreichen, die ein Saiyajin erreichen kann: Den vierfachen Super-Saiyajin. Die physischen Kräfte dieser Form übertreffen jene eines dreifachen Super-Saiyajin bei Weitem und verändert zudem den Charakter des Saiyajin, der noch kampflustiger wird als zuvor. Äußerlich unterscheidet sich diese Form ebenfalls von den übrigen Transformationen, denn das Haupthaar behält seine schwarze Farbe während der Oberkörper teilweise von einem rötlichen Fell bedeckt wird.

Das Design des vierfachen Super-Saiyajin, welches aus der Feder von Katsuyoshi Nakatsuru stammt, gehört auch heute noch zu meinen Lieblings-Designs im gesamten Dragon Ball-Franchise und ehrlich gesagt gefällt es mir auch besser als jene der beiden Gott-Formen, die Son-Goku und Vegeta in Dragon Ball Super erreicht haben. Es ist dieses Animalische, Kampflustige, was diese Form in meinen Augen so einzigartig macht und gerade Son-Gokus erster Kampf mit seiner neuen Kraft gegen Baby hat sich mir positiv ins Gedächtnis gebrannt. Schön finde ich ebenfalls, dass sich Toei Animation auf eine Szene aus Dragon Ball Z stützte, in der Vegeta über die Legende vom Super-Saiyajin spricht, welcher in besagter Einstellung wie ein goldener Oozaru aussieht; ein schönes kleines Detail, welches in GT charmant umgesetzt wurde.

Mein persönlicher Lieblings-Saiyajin, der den vierfachen Super-Saiyajin erreicht hatte, durfte hingegen nur einen einzigen Auftritt absolvieren: Gogeta. Da Son-Goku und Vegeta Yi Xing Long nicht gewachsen waren, fusionierten sie miteinander und erschufen so den mächtigsten Saiyajin aller Zeiten, der selbst die Macht des Teufelsdrachen deutlich überragte. Bis heute zählt der Kampf zwischen Gogeta sowie Yi Xing Long zu meinen liebsten GT-Momenten, der mit toller Action, feinen Animationen und einer guten Prise Humor zu begeistern weiß.

Grund 5: Die Musik

Dragon Ball hatte schon immer gleichsam eingängige wie schöne Melodien in seinem Repertoire, wobei sich den meisten Fans vermutlich der Soundtrack aus Z eingeprägt haben dürfte. GT steht seinen Vorgängern hinsichtlich der musikalischen Untermalung in Nichts nach und liefert, zumindest im japanischen Original und der deutschen Version (plus der überarbeiteten US-Version) einige der schönsten Melodien der gesamten Saga. Speziell das Opening Dan Dan Kokoro Hikareteku von Field of View ist einfach wunderschön anzuhören und beweist absolute Ohrwurm-Qualitäten – bis heute ist es übrigens mein persönliches Lieblings-Opening eines Dragon Ball-Anime. Am Besten lauscht ihr einfach nochmal selbst den Klängen von Dan Dan und schwelgt etwas in Erinnerungen 🙂

Grund 6: Das Ende

Dragon Ball GT Son Goku
Son-Goku verlässt die Erde / Bild: Toei Animation

Dragon Ball Z beziehungsweise die Manga-Vorlage des Anime kamen zu einem recht offenen Ende: Zehn Jahre nach dem Sieg über den Dämon Boo trafen Son-Goku und seine Freunde beim 28. Großen Turnier der Kampfkünste auf den jungen Oob, die Reinkarnation ihres einstigen Todfeindes Majin Boo. In seinem Kampf gegen Son-Goku zeigte Oob sein gewaltiges Potenzial und so beschloss unser Held letztendlich, den Jungen zu trainieren (sehr zu Chi-Chis Leidwesen). So flogen Son-Goku und Oob hinaus in die Welt, um gemeinsam noch stärker zu werden. Sicherlich passte dieses Ende irgendwie zu Son-Goku, doch es war für viele Fans, so auch für mich, ein zu offenes Ende, welches keinen wirklichen Abschluss für die bisherige Geschichte darstellte.

Dragon Ball GT vollbringt hingegen mit seinem Ende das, was Dragon Ball Z damals nicht konnte: Die Geschichte rund um Son-Goku und seine Freunde zu einem runden, stimmigen Abschluss zu führen, der sich wirklich nach dem Ende einer langen Geschichte anfühlt (obgleich natürlich die eine oder andere Hintertür für eine potenzielle Fortsetzung offen gelassen wurde). Das Ende von GT nimmt uns noch einmal mit auf eine Reise durch die Vergangenheit, von den Anfängen der Saga (Son-Gokus erstes Treffen mit Bulma), über die diversen Höhepunkte (beispielsweise Son-Gokus Verwandlung in einen Super-Saiyajin im Kampf gegen Freezer) bis hin zu den jüngsten Ereignissen (Sieg gegen Baby). Jede wichtige Station aller drei Serien wird noch einmal betrachtet während das Geschehen von einer absolut stimmigen Musik untermalt wird und die Namen sämtlicher Mitarbeiter eingeblendet werden, die an den Serien im Laufe der Jahre gearbeitet haben. Ein besseres Ende für diese lange Reise hätte ich mir persönlich nicht vorstellen können 🙂

Jetzt sind wir tatsächlich schon am Ende meines kleinen Artikels angekommen und ich hoffe, ihr hattet viel Spaß damit. Sicherlich war nicht alles perfekt an Dragon Ball GT, denn obwohl die Serie einige wirklich coole Ideen sowie Designs hatte, so mangelte es doch manches Mal an deren Umsetzung, über die man womöglich etwas sorgfältiger hätte nachdenken sollen. Andererseits waren an GT dermassen hohe Erwartungen geknüpft, dass die Serie diesen unmöglich hätte gerecht werden können, weshalb sie viele Fans enttäuscht zurückliess. Dragon Ball GT brauchte lange, um zu sich selbst zu finden und somit gewissermaßen eine eigene Identität zu entwickeln. GT ist keinesfalls so schlecht wie der Ruf, welcher der Serie selbst nach über 20 Jahren noch immer anhaftet, und als Fan der Dragon Ball-Saga kann man zweifellos auch mit diesem Kapitel der Reihe eine Menge Spaß haben 🙂

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