Seit heute gibts die ersten vier Folgen der 2. Staffel von The Paper auf Sky Show. Wöchentlich kommen dann zwei neue Folgen heraus. Darin erleben wir den idealistischen Chefredakteur Ned und sein Chaos-Team erneut im stressigen Redaktionsalltag. Doch natürlich spielt die Arbeit des Teams nur am Rande eine Rolle. Was können wir von Staffel 2 des The Office-Spin-offs erwarten und was haben uns Detrick-Darsteller Melvin Gregg sowie Nicole-Dastellerin Ramona Young alles verraten? Das gibts hier zu lesen.
Spoilerwarnung: Dieser Artikel enthält Spoiler zum Ausgang der Staffel 1 von The Paper. Wer sie noch nicht gesehen hat, sollte daher den Absatz über die Inhaltsangabe nicht lesen. Das Interview ist spoilerfrei.
Interview mit Melvin Gregg & Ramona Young
Anlässlich der Premiere der 2. Staffel von The Paper in den USA haben wir mit Melvin Gregg (Detrick) und Ramona Young (Nicole) per Zoom sprechen können. Melvin ist bekannt für seine Rollen in Serien wie Nine Perfect Strangers, Fight Night oder Snowfall. Ramona kennt man beispielsweise durch Santa Clarita Diet, Never Have I Ever oder Legends of Tomorrow. Was die beiden uns über ihre Rollen erzählt haben und wie es ist, bei der Nachfolgeserie von The Office dabei zu sein, findet ihr hier heraus.
Und so gehts weiter mit Ned & Co.
Die Geschichte knüpft nahtlos an die Handlung der ersten Staffel an. Ned und sein Team haben bei den Ohio Journalism Awards abgeräumt und wollen dies gebührend feiern. Ned erhofft sich dadurch auch bessere Mittel für künftige Recherchen. Daraus wird jedoch nichts. Ein langjähriger Mitarbeiter des Softees-Teams (die Abteilung, die für den Verkauf des Toilettenpapiers verantwortlich ist) ist verstorben und Oberchef Marv verlangt, dass ihm gedacht wird. Da Ned unbedingt ein höheres Budget möchte, gibt er dem zähneknirschend nach.
Zudem sind sich Ned und Mare in den letzten Tagen näher gekommen, wollen das aber vor dem Team vorerst geheim halten. Dementsprechend geraten die beiden im Redaktionsalltag immer wieder in unangenehme Situationen.. Insbesondere, wenn sich das Paar mal ein ruhiges Wochenende in einem schönen Hotel gönnen will und ihre Mitarbeiter Wochenenddienst haben. Und da wäre dann noch Esmeralda, die Ned gehörig reinfunkt und erneut keine Gelegenheit auslässt, sich in Szene zu setzen. Zudem bandelt sie weiterhin mit Ken an um sich bei Marv gehörig einzuschleimen…

Mein Fazit zu The Paper: Staffel 2
Wer The Paper will, der kriegt, was er will. Die 2. Staffel ist genauso witzig wie die erste. Das ist einerseits dem Kreativteam hinter den Kulissen und andererseits dem tollen Cast geschuldet. Man merkt, dass das Ensemble gut harmoniert. Vor allem Sabrina Impericatore ist ein echter Scene-Stealer. Es ist einfach nur amüsant, zu sehen, wie sie in die Gruben fällt, die sie eigentlich anderen gräbt. Beispielsweise ist sie so von sich überzeugt, dass sie nicht auf andere hört und sich selbst in die Scheisse reitet. So geht etwa die Berichterstattung über ein Gruselhaus völlig in die Hose oder sie sorgt mit einer völlig überdrehten Reportage derart für Lacher, dass man eigentlich fast Mitleid bekommt. Auch ihre Kostüme sind Hammer und man erinnert sich automatisch an diejenigen von Fran Fine aus der Sitcom Die Nanny.
Mit dem Gewinn der Preise aus Staffel 1 erhält die Crew nun bessere Anerkennung und Gelegenheiten und muss sich dem nun beweisen. Allerdings ist das eher nebensächlich, da die privaten Probleme der Charaktere überwiegen. Was allerdings spannend ist und gleichzeitig zum Nachdenken anregt, ist der Umgang mit den Medien und somit dem Toledo Truth Teller. Der Spardruck, den das fiktive Blatt erleidet passiert überall auf der Welt und bei vielen Medien. Beispielsweise berichtete das Schweizer Magazin Republik, dass 2023 im Schnitt jede Woche zwei Medienschaffende aus dem Beruf ausgestiegen sind. Als Gründe werden toxisches Arbeitsklima, fehlende Perspektive und Renditeerwartungen der grosssen Verlage angegeben. Daher hat The Paper und seine Staffel 2 einen Beigeschmack, der aktueller nicht sein könnte.


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