Jeremy Irvine als Henry & Hermione Corfield als Julia in Outlander Blood of My Blood Staffel 2

Outlander: Blood of My Blood – So gehts weiter mit der Fantasy-Serie…

Seit dem 19. September ist die 2. Staffel von Outlander: Blood of My Blood auf Sky Show (Schweiz) und MagentaTV (Deutschland & Österreich) gestreamt werden. Wöchentlich gibt es eine neue Folge zu sehen. Die Prequel-Serie thematisiert die Vorgeschichte der Fantasy-Serie Outlander. Was bisher passiert ist, findet ihr in unserem Recap-Artikel heraus. Hier erfahrt ihr, was in der ersten Folge geschieht, der Artikel ist spoilerfrei. Ebenso das Interview, welches wir mit den Hauptdarstellern Hermione Corfield und Jeremy Irvine führen konnten. In welche Zeit die beiden am liebsten zurückreisen würden und was sie alles neues für diese Serie gelernt haben, und wer von den beiden im 18. Jahrhundert am ehesten überleben würde, findet ihr hier heraus.

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Julia und Henry in ihrem gemeinsamen Apartement. | Bild: © Starz / Sky Show / Sony Pictures Entertainment

Spoilerhinweis: Es gibt leider Spoiler über das Ende von Outlander: Blood of My Blood: Staffel 1. Das Interview ist jedoch spoilerfrei.

Zurück in die Zukunft?

Nachdem sich Henry und Julia endlich wiedergefunden haben und von den jeweiligen Clans fliehen konnten, ist die Rückreise ins 20. Jahrhundert leider nicht geglückt. Henry hat sich zwar mithilfe des Steinkreises retten können und wurde auch von der Polizei im Jahr 1924 wiedergefunden. Allerdings glaubt ihm niemand, dass er aus einer anderen Zeit zurückgekehrt ist und daher landet er in einer Nervenheilanstalt. Julia wird von den Grants gefunden und wieder zurück zu Lord Lovat gebracht. Dieser hatte seinen Kummer über den Verlust seiner Frau mit viel Alkohol weggespült und sich Gedanken darüber gemacht, wie er den Krieg gegen die Jakobiten führen will.

Colum und Dougal MacKenzie trauern mit Malcolm Grant um seinen verstorbenen Neffen und versuchen den Schaden zu begrenzen, den ihre Schwester Ellen durch ihre Flucht mit Brian Fraser verursacht hatte. Schliesslich wollen sie ja gegen die Jakobiten kämpfen und sind auf Verbündete angewiesen. Die mächtigen Grants kämen ihnen da gerade recht. Ellen und Brian wollen eigentlich so weit wie möglich weg von ihren Verwandten, aber aufgrund des anbahnenden Kampf gegen die Jakobiten entscheiden sie sich, ihre Familien zu unterstützen. Selbstverständlich sind Ellens Brüder über die Taten ihrer Schwester nicht gerade erfreut. 

Jamie Roy Sam Retford und Rory Alexander aus Outlander Blood of My Blood Staffel 2
Dougal MacKenzie, Brian Fraser und Murtagh Fitzgibbons Fraser ziehen in den Kampf. | Bild: © Starz

Mein Fazit zu Staffel 2 von Outlander: Blood of My Blood

Wir haben vorab Screener der ersten und der zweiten Folge der 2. Staffel sehen können. Daher können wir zu dem Zeitpunkt noch kein abschliessendes Fazit zu Staffel 2 von  Outlander: Blood of My Blood ziehen. Allerdings können wir bereits jetzt feststellen, dass da noch einiges auf uns zukommt. Zumal Henry in der Gegenwart nun ebenfalls ordentlich Steine in den Weg gelegt bekommt. Mit dem Kampf gegen die Jakobiten dürften wir auch die erste grosse Schlacht in der Prequel-Serie erwarten. Bis zu diesen Szenen wird es aber sicher noch eine Weile dauern.

Schliesslich müssen die Clans der MacKenzies, der Grants und der Fraser zuerst noch Verbündete suchen und sich Strategien ausarbeiten, wie sie gegen die Jakobiten kämpfen wollen. Und was ist mit Julia? Wie gelangt sie mit dem Baby William zurück ins 20. Jahrhundert, ohne dass der Kleine zurückbleibt? Und wird die Liebe von Ellen und Brian trotz den Clans standhalten? Da es keine Buchvorlage gibt und diese Figuren auch nicht in der Mutterserie Outlander vorkommen, bleibt uns nichts anderes übrig, als gespannt abzuwarten…


Interview: Hermione Corfield & Jeremy Irvine über Outlander: Blood of My Blood

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Henry Beauchamp und Julia Moriston aus Outlander: Blood of My Blood. | Bild: © Starz / Sky Show / Sony Pictures Entertainment

Im Rahmen der Premiere der 2. Staffel von Outlander: Blood of My Blood in New York haben wir mit den Hauptdarstellern Hermione Corfield (Julia Moriston) und Jeremy Irvine (Henry Beauchamp) virtuell sprechen können. Es handelte sich dabei um ein Roundtable-Interview, an dem fünf Journalisten aus Europa dabei waren und abwechslungsreich Fragen stellen durften. Das Resultat gibt es nun hier zu lesen. Hermione Corfield war in Filmen wie Slaughterhouse Rulez, Star Wars – Episode VIII: Die letzten Jedi, King Arthur: Legend of the Sword, Mission: Impossible – Rogue Nation, xXx: Die Rückkehr des Xander Cage oder Mr. Holmes zu sehen. Jeremy Irvine hat in Turbulence, Mr Vertigo, Mamma Mia! Here We Go Again, Fallen, Stonewall, Die Frau in Schwarz 2, Gefährten, im Sci-Fi Kurzfilm Cognition oder zuletzt in Return to Silent Hill mitgespielt.

Hermione und Jeremy, wenn ihr durch die Zeit reisen könntet: In welche Zeit würdet ihr reisen und warum?

Jeremy Irvine: Ich würde sehr gerne die Blütezeit des Römischen Reiches erleben. Ich glaube, das wäre interessant.

Hermione Corfield: Ich würde in die 60er-Jahre reisen. Ich würde gerne erleben, wie es damals war, die Musik und dieses Gefühl der Befreiung mitzuerleben. Natürlich auch die Ära der Miniröcke und all das Gute, das dazugehört.

Jeremy: Etwa die Portobello Road?

Hermione: Genau, die Portobello Road im Minirock.

Jeremy, warum würdest du denn gerne den Aufstieg des Römischen Reiches miterleben?

Ich möchte eine römischen Orgie anschauen gehen (lacht).  Nein, im Ernst: Ich mag Geschichte und war schon immer davon fasziniert. Ich bin oft in Rom und verbringe dann die ganze Zeit damit, herumzulaufen und mich zu fragen: «Wie muss das hier wohl in seiner Blütezeit ausgesehen haben?»

Jeremy Irvine und Hermione Corfield aus Outlander Blood of My Blood
Jeremy und Hermione spielen die totgeglaubten Eltern von Claire, der Protagonistin aus Outlander. | Bild: © Starz / Sky Show
Was ist für euch jeweils der interessanteste Aspekt eurer Figuren?

Jeremy: Was denkst du?

Hermione: Willst du meine Figur beschreiben und ich deine?

Jeremy: Ja, okay. Ich finde, es sind zwei Menschen mit einer altmodischen, zeitlosen Liebesgeschichte. Zwei Menschen, die alles tun würden, um wieder zueinanderzufinden. Darin steckt eine gewisse Selbstlosigkeit, und ich finde das sehr schön.

Hermione: Ich finde, was Henry interessant macht, ist, dass er Fehler hat. Er ist ein fehlerhafter Held. Er folgt seinem Herzen bis zum Äussersten, aber gleichzeitig macht ihn auch sein gebrochener Geist zu einer sehr interessanten Figur.

Jeremy, welcher Aspekt dieser Liebesgeschichte gefällt dir am besten und warum?

Ich denke, in dieser Staffel fühlt sich einfach alles grösser an und die Einsätze sind höher. An einigen Tagen habe ich die Dimension der Produktion gesehen und gedacht: Wow, das fühlt sich wirklich wie ein riesiger Film an. Mit hunderten Statisten, gewaltigen Schlachtszenen und solchen Dingen. Aber ich glaube, die Liebesgeschichte bildet den Kern dieser Welt. Im Grunde geht es um diese beiden Liebesgeschichten, und ich finde, sie haben etwas Zeitloses.

Jeremy Irvine & Hermione Corfield aus Outlander Blood of My Blood Staffel 2
Julia und Henry versuchen mit William zurück ins 20. Jahrhundert zu reisen. | Bild: © Starz
War es für euch etwas anderes, an dieser Staffel zu arbeiten, da es nun die zweite Staffel von Outlander: Blood of My Blood und nicht mehr die erste ist?

Jeremy: Es ist schön. In der ersten Staffel verbringt man viel Zeit damit, die Figuren zu etablieren. In der zweiten Staffel kann man dann direkt wieder einsteigen. Ausserdem kannten wir uns alle zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut.

Hermione: Ja, ich denke, es hilft, wenn sich die gesamte Besetzung bereits kennt. Auch wieder in Glasgow zu sein, schafft eine gewisse Vertrautheit. Dadurch wird das Ganze wahrscheinlich ein gutes Stück einfacher.

Ihr dreht an beeindruckenden Schauplätzen. Seid ihr noch immer überwältigt, wenn ihr an solchen Sets ankommt, oder habt ihr euch inzwischen an diese schönen Kulissen gewöhnt?

Jeremy: Ich glaube nicht, dass ich mich jemals daran gewöhnen werde, in Schottland zu drehen. Es ist einfach atemberaubend. Wirklich.

Hermione: Und wir drehen ständig an neuen Orten. Man kommt zum Beispiel an einen Ort und plötzlich haben sie einen unglaublichen Wasserfall oder einen Berg gefunden, den man sonst niemals gesehen hätte. Wir werden also ständig überrascht. Dasselbe gilt für die Sets, die gebaut werden. Wenn es ein neues Set ist, ist die Detailgenauigkeit einfach unglaublich. Und die Sets werden so schnell umgebaut: Eines Tages ist es eine Küche und eine Woche später ein Schlafzimmer oder etwas Ähnliches. Das Team arbeitet in einem unglaublichen Tempo.

Bild Landschaft Schottland
Die hügelige Landschaft von Schottland eignet sich perfekt für Dreharbeiten. | Bild: © Starz
Musste ihr für diese Rollen als Schauspieler etwas Neues lernen?

Hermione: Wir mussten einen Tanz lernen, oder?

Jeremy: Ja, wir mussten historische Tänze lernen. Das hat Spass gemacht. Wir haben Walzer getanzt, oder?

Hermione: Nein, Foxtrott.

Jeremy: Ah, Wir haben Foxtrott getanzt. Das hat Spass gemacht. Und Schwertkämpfe machen natürlich auch immer Spass. Das mache ich sehr gerne.

Gibt es etwas, auf das ihr euch besonders freut, wenn die Fans es in dieser Staffel sehen?

Hermione: Ich denke, die Interaktionen zwischen den Clans. In dieser Staffel treffen Menschen aufeinander, die sich in der vergangenen Staffel noch nicht begegnet sind. Ich glaube, das wird für die Zuschauer interessant sein.

Jeremy: Ja. Und auch die Dimension der Staffel. Ich freue mich darauf, dass die Zuschauer sehen, wie gross alles geworden ist. Wir haben einige riesige Massenszenen mit Hunderten und hunderten Statisten. Dadurch fühlt sich diese Welt noch echter und epischer an.

Jeremy Irvine als Henry & Hermione Corfield als Julia aus Outlander Blood of My Blood Staffel 2
Julia und Henry haben sich die gemeinsame Zukunft sicher anders vorgestellt. | Bild: © Starz
Eure Figuren müssen ohne moderne Technik und Medizin auskommen. Wer von euch würde im 18. Jahrhundert tatsächlich länger überleben?

Jeremy: Ich bin Diabetiker, also würde ich mein Insulin brauchen. Ich wäre also ziemlich aufgeschmissen.

Hermione: Und ich habe Asthma, also glaube ich, dass wir beide im 18. Jahrhundert nicht besonders gute Karten hätten.

Was hat euch an der Serie besonders angesprochen?

Jeremy: Mir gefiel die Idee dieser Figur. Er ist ein Held, aber gleichzeitig sehr fehlerhaft. Für mich als Schauspieler war es spannend, eine solche Figur spielen zu können und etwas zu haben, in das ich mich richtig hineinbeissen konnte.

Hermione: Ich fand die Herausforderung interessant, in verschiedenen Zeitepochen zu spielen. Es ist gar nicht so einfach, sich in den Kopf einer Figur hineinzuversetzen, die aus den 1920er-Jahren stammt und sich im Schottland des 18. Jahrhunderts wiederfindet. Sich vorzustellen, wie das aussieht und wie sich das anfühlt, war eine interessante Herausforderung.

Habt ihr mit Diana Gabaldon, der Autorin der Outlander-Romane, über die Entwicklung eure Figuren gesprochen? Eure Figuren basieren ja auf ihrer Arbeit.

Jeremy: Sie war am Schreiben der Drehbücher beteiligt und somit hinter den Kulissen stark involviert.

Hermione: Ich habe Diana am Set getroffen. Sie war eines Tages dort. Du warst an diesem Tag nicht am Set, oder? Da die Figuren im Buch sterben, hatten wir im Grunde freie Hand, um mit ihnen in die unterschiedlichsten Richtungen zu gehen. Das ist ziemlich cool. Gleichzeitig orientieren wir uns natürlich auch an Claire, wenn es um unsere Figuren geht. Es ist also gewissermassen umgekehrt. Aber ja, Diana war am Schreiben und an der Produktion beteiligt und hatte definitiv Einfluss darauf, wer Henry und Julia sind.

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Claire ahnt nicht, was wirklich mit ihren Eltern passiert ist. | Bild: © Starz / Sky Show / Sony Pictures Entertainment
Nehmt ihr etwas vom Set von Outlander: Blood of My Blood mit, wenn die Dreharbeiten beendet sind?

Hermione: Ich bin immer beeindruckt, wenn Leute erzählen, dass sie etwas von einem Set mitgenommen haben. Bei einer modernen Produktion heisst es manchmal: «Möchtest du am Ende ein paar von den Kleidern?» Aber weil diese Serie fortlaufend produziert wird, werden viele Kostüme wiederverwendet. Es gibt einige wunderschöne Kostüme, die ich gerne mitnehmen würde, aber ich glaube, sie müssen im Fundus bleiben, bis die Serie abgeschlossen ist.

Jeremy: Für jede Figur werden Dolche angefertigt. Ich habe bereits ein Auge auf einen davon geworfen. Wenn wir wirklich fertig sind, werde ich ihn stehlen. Aber bisher konnte ich das noch nicht, wir brauchen ihn noch. Hoffentlich drehen wir noch eine dritte Staffel, dann kann ich ihn mitnehmen.